Archiv der Kategorie: Lesung

Roman Graf: Lesung

 Literatur mit Schweizer Akzent

IMG_5503.jpg10:40 Uhr – Die ersten SchülerInnen betreten die Räumlichkeiten der ÖVB. Insgesamt sind wieder drei Schulen vertreten:Diesmal das Schulzentrum Obervieland, das Schulzentrum Walle und das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium aus Huchting. Alle sind sie da, um, im üblichen Ambiente der ÖVB mit ordentlichem Buffet, dem diesjährigen Förderpreisträger des Bremer Literaturpreises Roman Graf erst zu lauschen und ihn dann auszufragen.

11:00 Uhr – Nach begrüßenden Worten von Seiten der ÖVB und der Stadtbibliothek, tritt er zum Lesetisch.

Sehr ruhig und gelassen, die Haare hinter den Ohren, einen weißen Rolli unterm Jackett, ein Bein über das andere geschlagen, schenkt Roman Graf sich als erstes Wasser ein. Danach beginnt er zu lesen, ein Kapitel, das er noch nie vor Publikum gelesen habe, wie er erklärt:

„Der Weg zum Friedhof“ aus dem preisgekrönten Buch „Herr Blanc“. Trocken, mit gezielt gesetzten Betonungen, liest Graf knapp 40 Minuten und hält eine knisternde IMG_5507.jpgSpannung in der Luft, die bis zur letzten Seite anhält.

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Susanne Berkenheger: Lesung

 

IMG_5337.jpgZum vierten Mal nun verlieh das Virtuelle Literaturhaus, die Online-Plattform für Literatur in Bremen und Bremerhaven, die „Bremer Netzresidenz“. In diesem Jahr darf sich die Netzkünstlerin Susanne Berkenheger über den Preis freuen und bedankt sich gleich in Form einer literarischen Pressekonferenz der ganz anderen Art…

Es ist kurz nach neunzehn Uhr und mit großer Spannung erwarte ich die Lesung von Susanne Berkenheger und frage mich, was mich in den nächsten anderthalb Stunden wohl erwarten wird. Nach und nach wird es stiller im Wall-Saal, der von einem beschaulichen aus Jung und Alt bestehenden Publikum gefüllt wird. Nach der Begrüßung durch Herrn Tepe von der Stadtbibliothek wird das Mikrofon an unsere Redakteurin Marika weitergereicht. Mitreißend und mit einem Lächeln im Gesicht stellt Marika die Arbeit vom workshop literatur e.V. vor.

 

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Yadé Kara: Lesung

 

IMG_5238.jpgWährend der Freimarkt bunt blinkt und Werder gegen Wien spielt, sitzt im Wallsaal der Stadtbibliothek Bremen ein bunt gemischtes Publikum und erwartet die Lesung von Yadé Kara.Es ist eine Veranstaltung im Rahmen der Globale- Festival für grenzüberschreitende Literatur. Yadé Kara ist sicherlich eine Autorin, die sowohl mit ihrer Biografie, als auch mit dem, was sie schreibt, Grenzen überschritten hat und immer noch überschreitet. Bis zu ihrem sechsten Lebensjahr lebte sie in der Türkei, dann viele Jahre in Westberlin, bevor es sie nach London, Istanbul und Hongkong zog.

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Mathias Gatza: Lesung

  Schreiben ist kein Wunschkonzert! 

IMG_4326.jpgDienstagmorgen, 6.Stock im Gebäude der ÖVB, die den Förderpreis in der Höhe von 6.000 Euro seit 2005 finanziert.Drei 11.Klassen haben sich hier versammelt, um einer Lesung von Mathias Gatza zu lauschen. Fast zwei Jahrzehnte lebte Gatza „auf der anderen Seite der Literatur“. Er arbeitete als Lektor und Verleger. Nun hat er im Mai 2008 seinen ersten Roman fertig gestellt und gleich den Förderpreis des Bremer Literaturpreises gewonnen. Die Schüler der Gymnasien an der Hamburger Straße, vom Gymnasium Vegesack und Kippenberg beobachten Mathias Gatza, der nach vorne an das Pult tritt, sich lässig auflehnt und zu lesen beginnt. IMG_4337.jpg Der Roman „Der Schatten der Tiere“ ist die Geschichte eines namenlosen Erzählers, der versucht, irgendwie durch sein Leben zu kommen. Eines Tages steht die Frau seines „Freundes“ Braun vor seiner Tür und teilt ihm mit, Braun sei ermordet worden. Gemeinsam fahren die beiden zu Brauns Beerdigung. Der Erzähler verliebt sich in die Witwe. Sie verlieren sich wieder aus den Augen, aber der Mord und die Witwe lassen den Erzähler nicht mehr in Ruhe, und er forscht weiter. Zudem kommt noch, dass der Erzähler von seiner Frau geschieden lebt und eine pubertierende Tochter hat.

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Sudabeh Mohafez: Lesung 2

 Globale – Festival für grenzüberschreitende Literatur- 30. Oktober bis 5. November 2008

IMG_3924.jpgEs war wirklich ein „bombiger Auftakt“ zum Festival der Globale am Donnerstag, d. 30. Oktober im Cafe Weserhaus, Radio Bremen. Ehe es losgehen konnte, musste erst eine Bombe entschärft werden. Doch das Publikum ließ sich, trotz Verzögerung durch die Entschärfung, nicht davon abhalten, zahlreich zu kommen, um gemeinsam mit der Jacobs University und Radio Bremen das junge Literaturfestival Globale zu eröffnen. Dieses Festival konzentriert sich auf den multikulturellen Aspekt von Literatur. Elf Autoren mit Migrantenhintergrund, die überwiegend in Deutschland leben und alle auf Deutsch schreiben, wurden eingeladen, kulturelle und sprachliche Grenzen zu überschreiten.

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Finn-Ole Heinrich: Lesung

Literatur funktioniert auch im Internet

heinrich finn ole IMG 1365 114pxDass Literatur auch im Internet funktioniert, hat die Lesung mit Finn-Ole Heinrich am 1. Oktober im Wallsaal der Bremer Stadtbibliothek bewiesen.

Finn-Ole Heinrich ist jung, trägt seine blonden Haare in einem Zopf, einen blonden Bart, dunkle Jeans und ein gestreiftes T-Shirt. Er tritt ans Mikrofon und begrüßt die Zuhörer. Viele der Schüler, die am nächsten Tag mit ihm einen Workshop machen werden, sind da, aber auch andere interessierte Leute.

„Der Heimat ein Zuhause bauen!“ Unter diesem Titel steht sein vom Virtuellen Literaturhaus Bremen ausgezeichnetes Projekt, das er an diesem Abend vorstellen will.

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Thomas Melle: Lesung

scalecaiksj8f.pngWas bedeutet es eigentlich, „Förderpreisträger“ zu sein? Eine Nacht im Hilton-Hotel und ganz viele Reporter um einen herum? Essen in den teuersten Restaurants? Oder heißt es doch eher, beim Bäcker nebenan etwas Kleines kaufen?

„Ganz schön anstrengend, Preisträger zu sein.“ Thomas Melle muss erst einmal einen Schluck Wasser trinken, ehe er aus seinem preisgekrönten Buch „Raumforderung“ in der ÖVB vor ca. 60 SchülerInnen weiterlesen kann. Die Schüler lachen. Doch eigentlich ist uns Außenstehenden gar nicht so bewusst, dass Thomas Melle wahrscheinlich Recht hat. Für uns ist es sehr angenehm, ihm zuzuhören und über seine Geschichte nachzudenken. Manche von uns denken vielleicht sogar nur daran, dass das eindeutig besser ist, als Matheformeln zu pauken. Doch für den Preisträger bedeuten diese Lesungen ziemlich viel Stress.

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Saša Stanišić: Lesung

 

sasastanisic2Der Raum ganz oben in der ÖVB ist groß und hell. Die Stühle sind fast alle besetzt, als auch die Letzten kommen und sich aufgeregt hinsetzen. Gleich wird Sasa Stanisic aus seinem preisgekrönten Roman lesen…

Wie das wohl wird? Nach ein paar Begrüßungsrworten, setzt sich Sasa Stanisic an das Mikrofon vorne im Saal. Es spricht mit ganz leichtem Akzent, ist jung, lacht und verbreitet lockere, nette Stimmung. Die Schüler verschiedener Bremer Oberstufen setzten sich gerader hin, um ihn zu sehen, während er anfängt, aus seinem Roman kleine Stellen vorzulesen: Über die herzliche Familie des jungen Aleksandar, über die Flucht, den Krieg und über die neue Heimat.

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Sudabeh Mohafez: Lesung 1

 

fotomohafez.jpgAuf Einladung von workshop Literatur e.V. und der Veranstaltungsreihe Bremen Stadt der vielen Kulturen las die deutsch-iranische Autorin Sudabeh Mohafez am 16. November 19.30 Uhr im Wallsaal der Stadtbibliothek aus ihrem preisgekrönten Erzählband “ Wüstenhimmel Sternenland“ und ihrem Roman “ Gespräch in Meeresnähe.“

Die Adelbert-von-Chamisso- Förderpreisträgerin 2006 stieß mit ihren zentralen Themen: “ Leben zwischen verschiedenen Kulturen, zwischen Orient und Okzident“ und „Leben mit und nach der Gewalt“ auf ein zahlreich erschienenes interessiertes Publikum, zu dem auch Schülerinnen und Schüler des SZ an der Bördestraße und SZ Walle gehörten, die sich lebhaft an der anschließenden Diskussion beteiligten.

Lesung am 16.11.2006 im Wallsaal der Zentralbibliothek Bremen

(Marika G.)

Benjamin Lauterbach: Lesung

Ein Reiseabend!

Völlig außer Atem kam Benjamin Lauterbach am Donnerstag Abend zu seiner Lesung in die Stadtbibliothek. „Stau auf der Autobahn“, wurde uns gesagt. Doch eigentlich kann dies für Benjamin ja gar nicht so schlimm sein. Wer weiß, vielleicht hat sich daraus für ihn eine neue Geschichte ergeben!

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