Ulrike Almut Sandig – Porträt

sandig_ulrike_porträtUlrike Almut Sandig, geboren am 15. Mai 1979 in Großenhain, gehört zu den interessantesten Stimmen der deutschsprachigen zeitgenössischen Lyrik. Sie wuchs in einem Pfarrhaushalt in Nauwalde (Sachsen) auf und lebt seit 2011 mit ihrer Familie in Berlin. 2005 schloss sie ein Magisterstudium in Religionswissenschaft und moderner Indologie ab. Von 2007 bis 2009 gab sie gemeinsam mit Jan Kuhlbrodt die Literaturzeitschrift EDIT heraus, 2010 schloss sie ihr Diplomstudium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig ab. Sie ist Mitherausgeberin des Jahrbuchs der Lyrik 2017.

2011 gründete Sandig mit der Songwriterin Marlen Pelny die Literaturprojekte „augenpost“ und „ohrenpost“, für die sie Gedichte an Bauzäune klebte, auf Flyern und Gratispostkarten verbreitete und erste Lesekonzerte gab. Ihre ersten beiden Gedichtbände erschienen in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung Peter Hinke in Leipzig, mit Marlen Pelny veröffentlichte sie dort auch ihr erstes Album vertonter Gedichte. Im Frankfurter Verlag Schöffling & Co. folgten die vielgelobten Erzählbände „Flamingos“ und „Buch gegen das Verschwinden“, der Gedichtband „Dickicht“ sowie das zweite gemeinsame Album mit Marlen Pelny „Märzwald“. Ihr jüngster Gedichtband „ich bin ein Feld voller Raps verstecke die Rehe und leuchte wie dreizehn Ölgemälde übereinandergelegt“ wird von einem Minialbum begleitet, das exklusiv über die Autorin bestellt werden kann.

Auszeichnungen (eine Auswahl):

  • 2007: Stadtschreiberin von Sydney
  • 2008: Stipendium im Künstlerhaus Edenkoben
  • 2009: Leonce-und-Lena-Preis
  • 2010: Silberschweinpreis der Lit.Cologne
  • 2010: Hotlist – Buchpreis der unabhängigen Verlage für „Flamingos“
  • 2012: Märkisches Stipendium für Literatur (Prosa)
  • 2014: Arbeitsstipendium für Schriftstellerinnen der Kulturverwaltung des Berliner Senats

Quellen:

http://ulrike-almut-sandig.de/

http://www.poetenladen.de/ulrike-sandig-person.html

(Eva Bargmann)