Martin Glaz Serup – Porträt

Martin Glaz Serup Thomas Trane Petersen Det Kongelige Bibliotek

Der aus Kopenhagen stammende Poet (* 1978) hat sich in der Lyrikszene vor allem durch seine acht Gedichtbände etabliert, seine Gedichte wurden zuvor in zahlreichen Lyrikzeitschriften abgedruckt. Martin Glaz Serup gehört zu den ausgewiesenen Begabungen der jungen dänischen Dichterszene und wurde bereits mit vielen Preisen ausgezeichnet. Wie kaum ein anderer seiner Generation realisiert er das Abenteuer des Sehens in seinen Gedichten. Serup veröffentlichte bisher acht Kinderbücher und ebenso viele Lyrikbände, er debütierte als Lyriker mit dem Langgedicht ›Marken‹ (2010) und erhielt von allen Seiten höchstes Kritikerlob. Die lyrische Sprache begreift der dänische Dichter als Bewegung, als lose Form fließender Zeichen, stets auf der Suche nach dem eigenen Ursprung. Seine Sprache berührt etwas Ewiges, eigentümlich Vertrautes, aber nie ganz Fassbares. Für seine Dissertation über Relational Poetry erhielt er eine Goldmedaille der Universität Kopenhagen. Martin Glaz Serup wurde ins Schwedische, Finnische, Englische und Deutsche übersetzt. An der Universität Kopenhagen und diversen anderen dänischen Universitäten und Privatakademien unterrichtet er Kreatives Schreiben. Darüber hinaus tritt der junge Autor auch als Herausgeber verschiedener Literaturzeitschriften sowie Online Lyrikmagazine auf und betreibt einen Blog über Gegenwartslyrik.

(Stephanie Schaefers)

 

 (Foto: Thomas Traene Petersen)