Heike Fiedler – Workshopergebnisse

Aufgabe 1: Nimm das Wort auseinander und schreibe einen Text

 

poe TRY to poem

 

Literarische Begegnung

LiteraTUR LiteRAtur LITEratur

Lit Arisch ge nu g

LIT er ARTHUR

Encuentro Literatura

Cuadro Liter

SPOTkanie in Filmen

Arische ge g en Liebe

Begegnung, When you – schreiben

poe TRY to poem

Be Ge GNU NG

(Philip Stahlschmidt)

 

Pourquoi
Pour moi
Pour nous
Pourquoi
le calme

(Isabel Lindhorst)

 

WORT

W

O

R

T

WORT

jeder Buchstabe

eine Bedeutung

im Zusammenhang

ein was

ein Wort das Wort

eine anderes ein Wort

alls Wörter

Wörter der Wörter

die Wörter der Wörter des Wortes Wort

Worte sind Begegnungen der Buchstaben

(anne-kathrin oestmann)

 

 

Illusion

real oder surreal

realität auf real

realistisch

real is tisch

reality   ilusion

                fusion

(Sophie Rose)

 

Wort                     auseinander

  Ort                           einander

  Ort                           i  anderer

Wort                           n  euch

                gemein       sam

                                 another

                                 md

                                                           e  F

                                                         r  i

                                                   e    s     n

                                              unser

                                        n

ban    d   auer

     s

chance

     harmonie

a

         f

Vertrauen

trauen

trauern

(V.)

 

Vielfalt der Begegnungen

Vielfalt ist vielfältig

Viel? Wohl eher faltig

Begegnungen sind ge   nu          g, enough is

enough

Begegnen heißt kennenlernen, if you want

                VIELleicht            ge           g             en

Encuentra means against, oder

VIELleicht nicht? Vielfältigkeit ist

Auswahl, decisions, decisions… Dafür

oder da                                ge           g             en?

(Nele Reich)

 

Aufgabe 2: Suche Dir einen Gegenstand, fotografier ihn und nimm ein Geräusch auf, benutze Dein Handy falls vorhanden, verbinde beides zu einem Gedicht

 

B A N K

Ein Mann, BANK

Eine Frau, BÄNKIN

Ein Kind, BÄNKCHEN

dreckig, schmutzig, BRÄCKIG

ver8et, BANK8ET

Begegnungen aller Art, Viel & Faltig

ALT, BANKALT

Geld

Tagtäglich, Neues

Gesichter oder Körper

Verschiedene Gegenstände

Laute, Wahrnehmungen

Ein Auto, BANKAUTO

Eine Bahn, BANKAHN

Ein Bus, BANKUSS

Liebe? Auch

Nachts, keiner sieht es

Hoffnungen! Hoffnungslos?

Anstrich, zu alt

Leben? Nicht mehr lange

Austauschbar? Leider ja

Vorbei?

Bank, hin und her

Hin und her

B A N K

B A N K

B A N K

Bank!

 

(Philip Stahlschmidt)

 

Lärm in der Stille

In der Stille der Lärm

die Stille besetzt vom Lärm

der Lärm nimmt alles ein

den Raum

erfüllt von Geräuschen

von überall her

Räume überschneiden sich, die Laute überschallen sich

alles in einem Moment

ein kurzes Zwinkern

tausend Überflutungen

Wellen von Gefühlen, die sich überschwemmen

überschwemmen und mitreißen

eine Flut von Gedanken strömt in mir

alles in einem Moment

kein klarer Kopf

die Räume getrennt

grenzen sich ab

der Körper getrennt

geteilt, zerrissen

doch Blicke verraten

nur eine Sicht

Schallwellen verraten

tosende Motoren

Reifen auf Asphalt

Gase in die Luft

die Hektik der Menschen

schnelles Gehen

immer weiter und weiter

Ignoranz für das Drumherum

Blicke gerichtet

gesenkter Kopf

steifer Hals

und man mitten drin

für alle um einen herum rennt die Zeit

und sie flüchten ihr hinterher

doch für man selbst

die Zeit in Zeitlupe

man blendet alles aus

lässt es gehen

(anne-kathrin oestmann)

 

Ein Laut, es ist ein Laut, den ich höre.

Er dringt langsam in mein Bewusstsein und breitet sich in meinem ganzen Körper aus. Ich bin nicht dazu im Stande ihn zu beschreiben, einzuordnen oder zu verstehen, was er möchte.

Ich lasse mich und meine Gedanken von ihm leiten. Ich überlege, ob dieser Laut überhaupt real ist. Nein, doch…

Ich bin mir nicht mehr sicher, ob ich noch weiß, was ein Laut ist. Den Sinn dahinter verstehe ich nicht. Aber vielleicht ist es ja gar nicht wichtig, einen Sinn zu finden.

Langsam schiebt sich ein zweiter Gedanke oder eher ein Gefühl zurück in mein Bewusstsein. Ich spüre, dass ich auf dem Boden liege, auf etwas leicht Kühlem und Unebenem. Ich vernehme ein Rauschen, Geräusche, die von der Umgebung zu kommen scheinen, in der ich mich befinde. Es ist das Rauschen von Wind, welcher durch die Blätter eines Baumes fegt und sie zum Flüstern bringt. Der kühle und unebene Untergrund, auf dem ich mich befinde, ist wahrscheinlich Rasen. Ich höre auf zu denken und meine Gedanken verschwimmen bis ich mich wieder in einem leichten Schlaf befinde.

(Sophie Rose)

 

Es lag da

Metall auf Stein, Stein auf Metall

Spitzen ragen in die Luft wie Hunderte

dabei waren es nur 8

Acht, wohl die gleichmäßigste Zahl nach der Zehn. Warum also keine zehn Stacheln?

Vielleicht wegen der vier Jahreszeiten, zwei mal vier ergibt schließlich acht.

Oder den vier Grundschuljahren gewidmet, dies war wohl die schönste Zeit.

„früher war alles besser“, der wohl meist formulierteste Satz meines Großvaters.

Wie schade, dass man sein ganzes Leben in der Gewissheit lebt, zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort, mit anderen Leuten, anderem Wetter, wäre es besser gewesen.

Doch die Metallstacheln werden es anders sehen. Erhitzt, gedrückt, gestampft, in eine Form gepresst. Und nun liegend auf der Steinmauer, schauend in die wechselnden Menschenmengen, lachend hoch zur Sonne gerichtet.

So schön kann das Leben sein.

(Chiara Puya)

 

Ein verhasster doch geduldeter Mann

Ein geschätzter doch auch ein unwillkommener Mann.

Ein Mann, bei dessen Erscheinung Angst und Bange wird

oder Wut aufsteigt

Einer, der Gewalt erfährt und Gewalt ausübt

Der Mann, der Ordnung ins System bringt

und für uns manchmal Unordnung ins System bringt.

Einer für alles

doch alles gegen ihn.

Jemand, der sich die Autorität

an und auszieht

                               Der Polizist.

(V)

 

Es war einmal ein schöner…

Krscht!!!

Der Blick wandert nach unten, ich hebe meinen Fuß, zu sehen: Müll

Zusammen geknüddelt und längst vergessen

Vom Winde verweht auf dem schönen grün blühenden Rasen hinterlassen.

Müll. Müll ist Dreck, Dreck der unsere Erde beschmutzt. Von wem? Von Menschen.

Menschen sind Kreaturen, die mit Müll und Dreck unsere Erde überschütten.

Paradies, das Paradies ist längst vergessen, da Müll, ja da Müll unsere Sicht versperrt, das Schöne zu sehen. Das Schöne, das am ersten Tag beim Erschaffen der Erde noch zu sehen war.

                                                               Ja! War!

(Verónica)