Roman Ehrlich: Workshop

roman ehrlich1010:15 Uhr: Der Workshop beginnt. Nachdem die SchülerInnen der Oberschule KSA ihre Plätze eingenommen haben, begrüßt Ursel Bäumer, Projektleiterin von workshop literatur, die Anwesenden, beglückwünscht den Förderpreisträger Roman Ehrlich (Autorenportrait) zu seinem Erfolg und berichtet kurz über die Arbeit des Vereins. Anschließend fordert der Autor die SchülerInnen in einer ersten Runde auf, sich mit Namen, Alter und dem zuletzt gelesenen Buch vorzustellen. Das Ergebnis ist erstaunlich bunt. Vom großen „Gatsby“ über „Robinson Crusoe“ und der Jagd auf „Moby Dick“, bis zu „Eat Pray Love“ und der „Bibel“ ist aus jeder Ecke der Literatur etwas vertreten.
roman ehrlich08In der sich anschließenden Einführung in das kreative Schreiben spricht Roman Ehrlich darüber, was für ihn kreatives Schreiben bedeutet und dass seiner Meinung nach ein Buch oder ein Text immer aus dem Impuls entsteht, dass etwas fehlt. Daraus ergibt sich gleich die erste Aufgabe. roman ehrlich11Die Schüler sollen darüber schreiben oder beschreiben, was ihnen persönlich in ihrem eigenen Leben fehlt bzw., was es noch nicht gibt und was sie sich deshalb wünschen. Nach einer kurzen Diskussion und Unruhe im Raum versinken die SchülerInnen im Schreiben.roman ehrlich12 Es entstehen Texte über Utopien einer besseren Welt, ohne Egoismus und Vorurteile, eine Welt mit mehr Lachen, Texte über eine alte, vergangene Liebe, ein tolles Auto oder genug Platz für alle Bücher, Texte, mit tiefgründigen, interessanten Gedanken: „(…) wer weiß, ob man die Menschen oder die Regeln ändern muss (…)“.
Nach einer kurzen Pause geht es direkt mit der zweiten von drei Aufgaben weiter.
roman ehrlich13Auf der Basis der vorherigen Texte soll nun ein Dialog kreiert werden bzw. in einer Situation dargestellt werden, wie diese bessere Welt aussehen soll oder was man verändert haben möchte. Reihum werden die Ergebnisse vorgetragen, so langsam entwickelt sich aus einer unruhigen Atmosphäre ein angenehmes Arbeitsklima, wobei die SchülerInnen und der Autor immer wieder zusammenarbeiten.
In einer dritten Aufgabe soll nun eine ganz konkrete Situation in einem Dialog festgehalten werden: Zwei Menschen treffen auf der Beerdigung eines Freundes, Verwandten oder Bekannten aufeinander und kommen ins Gespräch. Die beiden Personen erzählen aus zwei konträren Positionen über den Verstorbenen. Auch hier entsteht eine erstaunliche Vielfalt an Themen. Es geht um Erbe, Liebe, Vorurteile, Differenzen und um Mord, wobei die Anwesenden im Raum sogar Teil eines kleinen Theaterstückes werden dürfen.
Alles in allem, ein gelungener Workshop mit einem kreativen Kurs.

(Ammon S.)

Hier die Fotos zum Vergrößern:

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Fotos © Victor Ströver