Olga Grjasnowa: Porträt

grjasnowa olga portraetOlga Grjasnowa-„Sprache bedeutet Macht“

Die 1984 in Aserbaidschan geborene und im Kaukasus aufgewachsene Olga Grjasnowa feiert mit ihrem Debütroman „Der Russe ist einer, der Birken liebt“derzeit einen  großen Erfolg in Deutschland.
Als sie 1996 mit ihrer Familie als jüdischer Kontingentflüchtling nach Deutschland kam, sprach sie jedoch noch kein einziges Wort Deutsch und lebte zunächst in einem Asylbewerberheim. Schon früh machte sie die Erfahrung, dass „Sprache Macht bedeutet“. Obwohl Olga Grjasnowa schon in der Schulzeit einen Jugend-Literaturpreis gewann, fing sie zunächst an, Kunstgeschichte zu studieren. Dann bewarb sie sich aber doch beim Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und studierte dort vier Jahre Literarisches Schreiben.

Während dieses Studiums verbrachte die junge Autorin viel Zeit im Ausland, unter anderem in Polen, Russland und Israel. Ebenfalls erhielt sie in diesem Zeitraum mehreren Stipendien, unter anderem 2011 das renommierte Grenzgänger- Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung in Stuttgart.

In ihrem Roman: „Der Russe ist einer der Birken liebt“, beschäftigt sie sich mit dem außergewöhnlichen Schicksal einer aserbaidschanischen Immigrantin, die sie selbst sein könnte. Bis auf einige Parallelen, wie die Herkunft ihrer Protagonistin, streitet Grjasnowa autobiografische Hintergründe allerdings ab. Im Moment studiert Olga Grjasnowa Tanzwissenschaften in Berlin und schreibt Theaterstücke.

Wir freuen uns darauf, uns bei ihrer Lesung am 23. November im Thalia Buchhaus in der Obernstraße ein eigenes Bild von dieser ungewöhnlichen, jungen Autorin machen zu können.

(Lea Wulf und Anna Boehme)