Jan Böttcher: Lesung

IMG 8550 225pxIMG 8553 225pxIMG 8561 225pxIMG 8530 225pxDer Raum beginnt sich zu füllen, sowohl Schüler als auch Erwachsene nehmen im Wallsaal Platz. Nach einer Begrüßung durch die Stadtbibliothek und Ursel Bäumer von workshop literatur, Hauptveranstalterin und Moderatorin des Abends, stellt Ruby van Leeuwen, Schülerin und Redaktionsmitglied von workshop literatur in einem Porträt den Autor kurz vor. Danach gibt Lea Wulf, ebenfalls Schülerin und Redaktionsmitglied, einen kurzen Einblick in Jan Böttchers vierten Roman „Das Lied vom Tun und Lassen“, aus dem der Autor an diesem Abend lesen wird.

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Die erste längere Textstelle, die er uns vorstellt, beschreibt das Zusammentreffen der Hauptpersonen Johannes Engler, dem Schulgutachter und der Schülerin Clarissa Winterhoff, wie sie gemeinsam den Geschäftsführer der Milchanlage von BioQuaNa aufsuchen, Sponsor der Schule von Clarissa und ihrer besten Freundin Merit, die sich vom Dach der Schule in den Tod gestürzt hat. Es ist mucksmäuschenstill im Saal. Alle hören gespannt zu.
IMG 8568 225pxNach dieser ersten Passage unterbricht der Autor die Lesung mit seinem 2008 komponierten Song Die frühen Verluste in dem, wie er dem Publikum erklärt, schon sehr viel von dem enthalten ist, was auch der Roman thematisiert. Er begleitet sich selbst auf der Gitarre dazu. Das Publikum ist begeistert! Es folgen weitere Lieder, die als Songs zum Roman gehören, nachzulesen und zu hören auf der Website des Autors www.janboettcher.com
Anschließend liest der Autor und Musiker eine weitere Passage aus seinem Buch, dieses Mal aus der Perspektive der dritten Hauptfigur Immanuel Mauss erzählt.
Der Abend wird abgerundet mit zwei weiteren Liedern. Zunächst singt Jan Böttcher seinen Song mit dem Titel „Das Ende vom Lied“, sozusagen der Titelsong zum Buch, und zum Schluss ein Lied, „mit dem man gut nach Hause gehen kann“, so Böttcher: „Das Lied vom goldenen Klumpen“. IMG 8567 225pxEs handelt von den vier großen Themen des Lebens: Reichtum, Liebe, Vergänglichkeit und die große Feier danach! Das Lied kann man ebenfalls auf seiner Website anhören, hier der Text dazu:
Du kannst suchen nach Öl und es pumpen,
bis du schwarz bist und badest in Geld.
Doch der einzige goldene Klumpen
hängt oben am Himmelszelt.

Auch dein Herz wird nur so lange pumpen,
bis die Liebste dir gründlich vergällt.
Schau, der einzige goldene Klumpen
hängt oben am Himmelszelt.

In Sack und in Leinen und Lumpen
gehen wir am End’ aus der Welt,
mit dem Blick auf den goldenen Klumpen
oben am Himmelszelt.

Also nimm deinen steinernen Humpen.
Trink mit mir, bis der Mond runterfällt,
und der einzige goldene Klumpen
hinaufsteigt ans Himmelszelt.

(© Jan Böttcher)

Lesung am 6.9.2012 im Wallsaal der Zentralbibliothek

(Ammon S.)