Raphael Urweider : Porträt

Raphael Urweider - Foto: (c) Regina Dyck Wenn Lyriker anfangen zu rappen

Der 1974 in Bern geborene und in Biel aufgewachsene Lyriker, Raphael Urweider, hat einen Lebenslauf, der sich durch seine Verbundenheit und Leidenschaft zu zwei Künsten erklärt: Der Lyrik und der Musik.

Bereits mit fünfzehn fing Raphael Urweider mit dem Schreiben an, hineingeboren in eine Familie, die diese Leidenschaft offenbar an ihn weitergab. Sein Vater, der Bieler Stadtpfarrer Andreas Urweider , schreibt ebenfalls Gedichte. Manchmal treten Vater und Sohn heute sogar gemeinsam auf. Nach dem Besuch der Schule in Biel studierte Raphael Urweider erst Germanistik und Philosophie in Fribourg, absolvierte dann jedoch die allgemeine Jazzschule in Bern.

 
Seinen Debüterfolg feierte er mit seiner Gedichtsammlung „Lichter in Menlo Park“, für den er 1999 gleich mit dem Leonce-und-Lena-Preis ausgezeichnet wurde, und das vor seiner Veröffentlichung. Beim DuMont Buchverlag erschienen außerdem „Das Gegenteil von Fleisch“ und der Gedichtband„ Alle deine Namen“, für den Raphael Urweider 2009 mit dem Einzelwerkpreis der Schweizerischen Schillerstiftung aus gezeichnet wurde.

Außerdem erhielt er u. a. den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis, den 3Sat-Preis des Klagenfurter Bachmann-Wettbewerbs und den Clemens-Brentano-Preis.

Er übersetzt Gedichte und Theaterstücke aus dem Englischen, verfasste zusammen mit Samuel Schwarz zwei Theaterstücke, die am Maxim Gorki Theater und Hamburger Schauspielhaus uraufgeführt wurden, ist künstlerischer Leiter am Schlachthaus Theater in Bern, und ist als Rapper in der Band „L’Deep“ unterwegs.

Bei dieser kunterbunten Mischung aus Lyrik und Musik sind wir alle sehr gespannt auf Lesung und Workshop des Schweizer Autoren, der uns vielleicht mit beiden Seiten beeindrucken wird. 

   
(Lea Wulf)