Ergebnisse aus den Workshops mit Andrea Grill am 25.1.2011

Weggeblasen

Wie leicht. Hast du bemerkt, wie leicht es ist? So einfach, so verletzlich. Zerbrechlich. So ist ein Menschenleben. Ein Stich, ein Schnitt. Es muss nicht einmal das Herz treffen. Der ganze Körper ist eine einzige Zielscheibe.
Nimm ein Messer, eine Pistole. Nur zustechen, nur abdrücken.
Und dann?
Dann ist er tot. So etwas Kostbares. Genauso wertvoll, wie das Leben ist, genauso schnell erlischt es.
Warum ermorden Menschen andere?
Rache, Eifersucht? Egal welches Motiv, es bleibt immer gleich.
Vergänglichkeit.
Doch nicht nur Schnitte verletzen, auch Worte, Taten können Leben zerstören. Vielleicht ist das sogar schlimmer. Bis zum Tod muss man damit leben. Aber dann ist man frei.
Nicht hören.
Nicht sehen.
Nicht denken.
Nicht fühlen.
Wie ist es, einem Menschen das Leben zu rauben? Fühlt man sich mächtig? Stark?
Nur für einen Moment vielleicht, denn dann ist es vorbei. Aber nur für eine Person. Wie sie dann da liegt, als schliefe sie nur. Das weiße Gesicht mit Rot geschmückt.
Ganz einfach.
Einfach damit zu leben? Wie fühlen sie sich, die Mörder? Empfinden sie Reue? Quälen ihre Taten sie? Was ist das für ein Gefühl, das ihr Herz so schwer macht? Ist es das wert?
Zurück! Aber es geht nicht mehr. Wer tot ist, ist tot.
Da gibt es nicht viel zu sagen.
So einfach.
So leicht.
Es ist vorbei
 
(Katharina Nötzel)


Morgens

Werde nicht vom Wecker geweckt sondern von dem der es nicht mehr aushält mich schlafend zu sehen morgens halb 7 ohne Worte nur seine Augen welche er stundenlang nicht mehr von mir nehmen kann bis er es irgendwann nicht mehr aushält und sich zu mir legt sein Kopf genauso wie meiner auf meinem Kopfkissen er weiß dass der Platz zu klein ist für uns beide er weiß dass ich dadurch bald aufwachen werde und dann ist es so weit… ich öffne die Augen und fange an zu lachen weil es niemanden gibt der sich mehr freut mich wach zu sehen als mein Hund.

(Danu)


Ich starre aus dem Fenster.

Die Regentropfen an der Fensterscheibe glitzern im Licht der Sonne. Mein Blick verliert sich. Welcher Tag ist wohl heute ? Erinnern kann ich mich nicht. Wie lange er wohl schon weg ist? Langsam drehe ich mich um, strecke meinen Arm aus. Nichts. Ich gehe zum Küchentisch.“Emily!“, rufe ich. Keine Antwort. Vorsichtig mache ich ein paar Schritte in Richtung Wohnzimmer. „Emily“, sage ich mit leiser Stimme. Im Fernsehen läuft ihre Lieblingssendung. Ich setze mich neben sie auf das Sofa, lege meine Hand auf ihre Schulter, doch kurz bevor meine Hand ihre Schulter wirklich berührt, ist sie verschwunden. Meinen Augen tränen, mir wird kalt. Ich sehe zum Fernseher. Er ist aus. Vielleicht hat sie ihn ausgemacht und ist ins Bett gegangen. Vielleicht ist sie auch raus an den See. Ich laufe hinaus, rufe ihren Namen. Sie antwortet nicht. Hilflos irre ich umher, suche sie, suche nach Spuren. Ein Schreien. Woher kommt es? Ist es Emily? Ich halte die Luft an, Tränen laufen über meine blasse Haut. In der Ferne erkenne ich Umrisse einer Person. Aus Angst, dass es nicht Emily sein könnte, verstecke ich mich hinter einem Baum. Warum tue ich das? Ich gehe einen Schritt zur Seite, um die Gestalt zu sehen. Sie ist weg. Eine warme Hand berührt mich am Rücken und lässt mich erschrecken. Ich öffne meine Augen, sehe nach rechts und links. Ich bin nicht mehr am See, ich verstecke mich nicht mehr hinter einem Baum. Alles, was ich sehe, ist ein schwarzer, kleiner Schrank aus Holz, auf dem Fotos von Emily stehen. Ich höre Schritte. Ich stehe auf, öffne die Tür. Ein kleines, blondes Mädchen hüpft auf mich zu. Emily!

(Nadine)


Das Unwissende

Ich sitze im Zug, schaue aus dem Fenster und denke über alles nach, was mir gerade durch den Kopf geht. Genug Zeit steht mir zur Verfügung, da ich noch eine ganze Stunde benötige bis ich Hamburg erreiche. Auf einmal fällt mir ein junger Mann auf. Er steht im Zug, angelehnt an einer Tür, sieht ein wenig gestresst aus. Seinen Blick kann ich nicht deuten, obwohl es mich interessieren würde, wen oder was er gerade beobachtet. Seine Anwesenheit verwirrt mich leicht. Ich will meine Augen abwenden, aber irgendetwas fesselt mich. Bei jeder Bewegung, die er macht, habe ich Angst, dass er mich anschauen wird. Er würde sich bestimmt genervt fühlen und so schnell wie möglich aus dem Zug wollen. Wo er wohl hin muss? Er trägt eine Tasche bei sich. Keine Aktentasche, sondern eine sportlich aussehende Umhängetasche und passende Chucks. Dunkelblau, gut kombiniert mit einer hellblauen ausgewaschenen Jeans. Dazu hat er eine schwarze Lederjacke ausgewählt. Vielleicht fährt er gerade zu seiner Freundin, wenn er eine hat, oder vielleicht auch einfach nur an einen schönen, ruhigen und erholsamen Platz? Das ist das Schöne, und auf der anderen Seite, das Traurige am Zugfahren. Man sieht Menschen, errät wo sie möglicherweise etwas zu erledigen haben, aber erfahren wird man es nie, wenn man nicht fragt. Plötzlich bemerke ich, dass der Mann in meine Richtung schaut. Er schmunzelt mich an und ich erröte. Ich weiß nicht, ob er lacht, weil ich mich blamiert habe oder weil er es vielleicht nur amüsant findet. Jedoch verwundert mich etwas anderes, er macht Schritte auf mich zu. Er grinst. Ich würde am liebsten flüchten.

(Fina)


Inzwischen sind es schon 20 Minuten.

Sie alle sitzen seit acht Uhr im Klassenzimmer und warten darauf, dass der Unterricht beginnt. Einige von ihnen haben sich extra beeilt, um ja nicht zu spät zu kommen. Sie alle haben schon ihre Unterrichtsmaterialien sorgfältig sortiert und auf ihrem Tisch ausgebreitet. Die Stimmung im Raum ist gedrückt, denn alle haben sich auf den Lernstoff gefreut. Nach einer Weile beginnen einige Schüler selbstständig irgendwelche Aufgaben aus ihrem Schulbuch zu wiederholen. Schon bald haben die wissbegierigen Schüler alle Texte gelesen, die es zu lesen gibt und alle Aufgaben mindestens doppelt bearbeitet. Während die Schüler verzweifelt überlegen, was sie nun tun sollen, lässt sich ihre Lieblingslehrerin immer noch nicht blicken. Obwohl es immer unwahrscheinlicher wird, dass sie heute noch die Möglichkeit bekommen sich weiterzubilden, haben die Schüler immer noch die Hoffnung, sich wenigsten fünf Minuten unterrichten zu lassen. Einige sind etwas enttäuscht von ihrer Lehrerin, obwohl es nicht das erste Mal ist, dass sie sich verspätet. Sie finden es verantwortungslos von ihrer Lehrerin, nicht pünktlich zu kommen, weil sie ja zur Schule gehen, um etwas für ihr späteres Leben zu lernen. Sie verstehen auch nicht, warum sich ihre Lehrerin immer wieder verspätet, denn einige von ihnen haben selbst einen drei Stunden langen Schulweg und sind trotzdem eine halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn in der Schule. Inzwischen ist es eine Minute vor Unterrichtsschluss. Die Schüler beginnen betrübt ihre Sachen einzupacken. Als sie gerade gehen wollen, kommt ihre Lehrerin pünktlich mit dem Schulgong in den Klassenraum gesprintet. Nachdem sie erklärt hat ,dass sie wegen eines angeblichen Staus zu spät gekommen ist, verspricht sie ihrer Klasse, in Zukunft immer rechtzeitig anwesend zu sein.

Eine Woche später sitzen die Schüler wieder alleine im Kassenzimmer.

(Marcel)



Er läuft eine Straße entlang,
sie ist dunkel, nur von Laternen beleuchtet.
Er denkt über die Dinge nach, die er mag, oder auch nicht mag.
Was gibt es, was er nicht mag?
Von seinen Gedanken gefesselt, bleibt er vor einer Ampel stehen, sie ist rot.
Er wartet.
Doch dann denkt er: Wieso grübeln über etwas, dass ich nicht mag?
Was mag ich denn?
Als die Ampel auf grün wechselt, läuft er weiter.
Er denkt an die Liebe, die bewegt und Leben bestimmen kann.
Er denkt an seine Liebe und bleibt stehen.
Der süß-bittere Geschmack in seinem Mund bei dem Gedanken an seine erste Liebe bereitet ihm Gänsehaut.
Er schaut an sich hinab.
Sein schwarzer Mantel, zugeknöpft bis obenhin.
Seine Hose, verwaschen und alt.
Seine Schuhe, schwarz und unauffällig.
Er überlegt, ob er irgendetwas Falsches in seinem Leben gemacht hat.
Er erinnert sich, denkt zurück an sein unauffälliges Leben, seine verschwendeten Talente.
Er bemerkt, dass er läuft, sein müder, schwerer Gang.
Er bewegt sich wie von selbst.
Ihm macht es nichts aus, ihm macht so vieles nichts mehr aus.
Er geht weiter.
(Tessa)



Der Weg zum Ziel

Ich war sehr aufgeregt. Das vierte Mal war ich jetzt wieder in meiner Umkleide. Mein Team und ich waren schon sehr heiß darauf, hinaus zu gehen. Nach unserem Teamgebrüll ging es endlich los. Ich konnte es kaum erwarten. Wir gingen hintereinander in einer Reihe auf das Spielfeld. Ich ging mit der Rückennummer 1 voran und mir folgten die Spieler mit den nächst höheren Nummern bis zur Rückennummer 99.

Auf dem Spielfeld versammelten wir uns alle bei unserem Coach. Er erklärte uns noch einmal unsere Spielzüge. Fünf Minuten später wurde das Spiel angepfiffen, mein Auftritt war endlich gekommen. Jeder Spieler unserer Mannschaft stellte sich auf seine Position. Als Runningback stand ich hinter unserem Quarterback.
Als es losging schrie der Quarterback: „Down! … Set! … Hut!“.
Er bekam den Ball von seinem Vordermann und warf ihn anschließend zu mir. Ich fing den Ball und versuchte, mit dem Ball in Richtung Endzone zu laufen. In der Endzone wollte ich dann einen Touchdown machen. Während ich lief, versuchten meine Linemen mir den Weg frei zu halten.
Plötzlich kam von links ein Gegenspieler blitzschnell auf mich zu. Leider hatte ich ihn übersehen, doch jetzt war es zu spät. Mit hoher Geschwindigkeit tackelte er mich zu Boden. Auf dem Weg zur Endzone hatte ich immerhin schon 20 Yards geschafft. Somit fehlten uns noch 60 Yards zum Touchdown, der uns 6 Punkte bringen würde.
Uns stand nun ein neuer Versuch zur Verfügung. Wieder stellten wir uns auf unsere Positionen. Nach der Ansage des Quarterbacks spielten wir ein Trickplay. Bei diesem war es meine Aufgabe, unseren Quarterback vor den Gegenspielern zu schützen. Der Quarterback warf den Ball dann zu den Wide Recievern, die darauf spezialisiert sind, den Ball aus weiter Entfernung zu fangen. Wir gewannen mit diesem Spielzug weitere 45 Yards und uns fehlten jetzt nur noch 15 Yards bis zum Ziel. Die Zuschauer jubelten uns begeistert zu.
Bevor wir unseren nächsten und zugleich vorletzten Versuch beginnen konnten, nahm der Trainer der gegnerischen Mannschaft ein Timeout. In dieser kurzen Zeit sorgten unsere sehenswerten Cheerleader für die Unterhaltung des Publikums.
Dem Timeout folgte der Wiederanpfiff vom Schiedsrichter. Wir begaben uns alle in Position. Unser Quarterback machte eine laute Ansage und ich rannte nach links los. Er warf mir schnell den Ball zu. Kurz nachdem ich den Ball gefangen hatte, wollte mich ein Gegenspieler tackeln. Doch ich wich ihm geschickt aus und sprintete, so schnell ich konnte, an der Außenlinie in Richtung Endzone entlang. Wenige Yards vor der Endzone versuchte ein Verteidiger der gegnerischen Mannschaft, mir in die Beine zu springen. Mit letzter Kraft sprang ich gerade noch über ihn hinweg. Jetzt konnte mich nichts mehr aufhalten. Der Weg zum Touchdown war frei. Mit großer Freude rannte ich vor den Augen der spannungsgeladenen Zuschauer in die Endzone. Der Kommentator schrie: „Touchdown! Ein großartiger Touchdown für den Runningback mit der Nummer 1!“.
Alle meine Mitspieler rannten zu mir und beglückwünschten mich zu meinem ersten Touchdown. Auch mein Coach war überglücklich. Er klopfte mir sehr stolz auf die Schulter. Inzwischen waren auch die Zuschauer von ihren Sitzen aufgesprungen und jubelten unserem Team frenetisch zu. Ich fühlte mich einfach nur überglücklich.
 
(Fatih)




Wortlos

Sie weint, ohne einmal in sein Gesicht zu schauen. Die Tränen, sie fließen und fließen. Sie schluchzt: “ War ich nicht gut genug für dich?“
Keine Regung, keine Antwort.
Alles in ihrem Kopf beginnt sich zu drehen. Das Schöne, das sie erlebt haben, kommt zum Vorschein, die Erinnerungen; als wäre es eine Traumwelt. Sie grinst. Und sie schmeckt die salzigen Tränen.
Die Verzweiflung breitet sich aus.
Sie wird schwächer und schaut immer noch auf den Boden der Landstraße. Sie spürt, etwas stimmt nicht, sie fühlt ihr Herz nicht mehr so schnell schlagen. Es ist, als würde die Welt sich nicht mehr drehen. Sie sieht ihr Leben in Abschnitten, die Emotionen starr. Sie fällt um. Ihr Herz hört auf zu schlagen, nachdem die letzte Träne geflossen ist. Er bückt sich, gibt ihr einen letzten Kuss. Steht wieder auf und geht, ohne ein Wort zu sagen, davon.
(Kristina)



Schokoladenseiten

Vorwort

Warum bin ich eigentlich der, der ich zu sein scheine ? Wieso bin ich nicht irgendwer anders, irgendwer besseres. Wieso kann nicht irgendwer anders ichsein? Selbst wenn ich mich akzeptieren würde, würden es die anderen nicht einmal versuchen wollen. Sie würden mich nur weiterhin hassen und mir mit ihren abwertenden Blicken einen Schlag ins Gesicht versetzen. Für das, was ich ihnen angetan habe, wollen und können sie mir nicht vergeben. Ich hasse mich selbst dafür.

Ich hätte einfach damals schon wissen müssen, dass mich dieser eine Fehler in eine ausweglose Situation bringen würde. Ich habe es zwar ahnen können, doch durch meine narzisstische Art habe ich nur das getan, was ich wollte und was mir gefiel, ohne dabei Rücksicht auf andere Menschen zu nehmen. Die anderen Menschen waren damals noch meine Freunde. Früher waren sie immer für mich da. Heute hassen sie mich dafür, dass ich sie ausgenutzt habe, so als wären sie leblose Gegenstände, die man für nichts anderes gebrauchen kann, mit denen man alles machen kann, was einem gerade einfällt. Ich war damals bekannt als Elaine, heute bin ich es immer noch. Im Gegensatz zu damals gibt es jedoch einen sehr bedeutenden Unterschied: Damals wurde ich geliebt, gar verehrt. Heute nicht mehr, denn ich bin Elaine Carry.

1.Kapitel

Das Telefon klingelt mal wieder ununterbrochen. Sicherlich sind es nur wieder die Mädels vom Tennis, die sich einbilden, mit mir befreundet zu sein. Hätten die wohl gern, oder mein selbsternannter bester Freund Evan. Aber das ist mir nicht weiter wichtig. Was jetzt wichtig ist, sind andere Dinge. Schließlich habe ich Besseres zu tun, als mir Probleme von Menschen anzuhören. Ich fände es falsch, die Tennis-Mädchen Freunde zu nennen. Außerdem habe ich echt genügend andere Probleme. Es muss ja wohl reichen, wenn Evan und die anderen Spinner Gelegenheit dazu bekommen, sich mit meinen Problemen auseinanderzusetzen:
Duschen, Wimpern tuschen, Lippenstift auftragen, Haare mithilfe von meinem: Lockenstab aufdrehen, der übrigens um die 350 Euro gekostet hat, -aber das ist ja nicht erwähnenswert- , zuletzt noch das Outfit für den hoffentlich amüsanten Abend kombinieren. Dies sind die wahren Schokoladenseiten das Lebens.

(Kaylie)



Das Verderben

Kapitel 1 : Das Verderben

Als die Sonne schon fast am Horizont versank, wusste Salo nicht mehr weiter. Er konnte unmöglich so schnell weiterlaufen. Er hatte die Staubwolke zur Mittagszeit bemerkt, seitdem rannte er. Eigentlich wollte er nur die Elefanten ein wenig beobachten und war ihnen gefolgt, in Wirklichkeit rannte er dabei in sein Verderben. Als er bemerkte, wohin die Elefanten liefen, wollte er nur noch zurück, nur noch nach Hause zu seiner Mutter, nur weg von dem Verderben.

Der Schweiß stand ihm auf der Stirn und sein abgewetztes Hemd war unter den Achseln durchgeschwitzt. Es kam ihm vor wie eine Ewigkeit, seit er die Gefahr entdeckt hatte. Das einzige was ihn zum Weiterlaufen brachte war der Gedanke an seine Familie, an seine Freunde und an Rina. Rina…, für sie hätte er alles getan. Er hatte ihr jedoch nie seine Liebe gestanden. Deswegen musste er es verhindern, unbedingt!

Er achtete nicht auf die vertrockneten Gräser oder den losen Sand, der unter seinen Füßen knirschte, nur auf diese kleinen Häuser am Horizont.

Wenn er alle rechtzeitig warnen würde wäre er ein Held. Würde Rina dann seine Liebe erwidern? Hätte er dann Chancen bei ihr? „Nein“, schalt er sich, das war nicht der rechte Zeitpunkt, darüber nachzudenken. Erst musste er sie retten, dann konnte er sie fragen. Doch plötzlich überkamen ihn Selbstzweifel. Er war schließlich nur ein Kind, er hatte ja gerade mal 14 Sommer erlebt.

Fast war er da. Er blickte kurz über die Schulter und sah, dass sie ganz nah waren… und sie holten auf…  Fast hatten sie ihn erreicht, es waren nur ein paar Meter. Er würde es nicht schaffen. Er war ein Narr, dachte er bei sich.Wie konnte er nur glauben, schneller als berittene Ritter zu sein. Es war umsonst. Dann hörte er sie hinter sich…

Er schloss die Augen…

Er stellte sich vor, wie sie ihn unter ihren Hufen zermalmten. „Nun muss es soweit sein“, dachte er. Doch als es geschehen sollte, passierte nichts. Sie ritten einfach an ihm vorbei. Salo konnte es nicht glauben und öffnete die Augen. Sie hatten ihn einfach übersehen. Salo war einfach nur erleichtert. Doch dann kam die Erkenntnis. Nicht er war wichtig, sondern das Dorf. Er wollte wieder loslaufen, doch es war zu spät. Die Reiter hatten das Dorf erreicht. Erst jetzt bemerkte Salo, dass die Reiter nur zwei Dutzend waren. Dennoch waren sie schwer bewaffnet. Keiner im Dorf hatte eine Waffe, es würde ein Gemetzel geben.

Mit dem Mut der Verzweiflung lief Salo wieder los, doch seine brennenden Beine machten es unmöglich, schneller zu laufen. Er rannte so schnell, wie es sein Körper hergab. Es schien ihm eine Ewigkeit, bis er im Dorf ankam. Schon standen die ersten Hütten in Flammen. Bei ihren Strohdächern wäre es sinnlos gewesen, die Brände zu löschen. Die meisten Dorfbewohner rannten weg und liefen um ihr Leben, doch sie hatten keine Chance.

Salo wollte zu seiner Hütte laufen, doch sie hatte bereits angefangen zu brennen. Er machte einen Bogen um einen der Reiter, der den alten Ruh bedrängte.

Er dachte nur an seine Mutter und seine kleine Schwester Qusa. Er musste ihnen helfen!

Er rannte zum Eingang der Hütte. Als er reinschaute, sah er niemanden. Vielleicht waren sie weggelaufen, bevor die Reiter das Dorf erreichten, stellte er erleichtert fest.

Plötzlich hörte Salo eine Stimme hinter sich. Sie klang fremd, und er verstand kein Wort. Als er sich jedoch wieder umdrehte, erinnerte er sich wieder, wo er war. Hinter ihm saß ein Reiter auf seinem Pferd und zeigte ihm mit einer spitzen Klinge genau ins Gesicht. Ohne zu zögern holte der Reiter aus und schwang seinen Einhänder in einem Seitwärtsbogen. Salo reagierte gut und duckte sich gerade rechtzeitig unter dem Schwerthieb weg. Dann rollte er sich zur Seite. Der Reiter schaute ihm hinterher und begann zu lachen. Unter seinem Helm hörte es sich merkwürdig an. Die Rüstung des Reiters klirrte, als er den Boden berührte. Salo versuchte aufzustehen, doch ein Tritt des Ritters lies ihn nach vorne fallen. Salo versuchte abermals wieder aufzustehen, doch diesmal hielt der Ritter ihm die Klinge an den Hals. Salo hielt inne und kniff die Augen zusammen, da er wusste was nun kam.

Plötzlich wurde Salo zur Seite geschleudert. Ein großer muskulöser Mann stand vor dem Ritter. Es war Axon, der Sohn des Chefs des Dorfes. Er hatte einem Ritter das Schwert abgenommen. Er schrie Salo zu: Lauf weg, bring dich in Sicherheit!“ Salo zögerte kurz, dann wandte er sich um und versuchte wegzulaufen. Hinter ihm hörte er, wie zwei Klingen aufeinander prallten. Salo nahm den kürzesten Weg aus dem Dorf. Er rannte zwischen zwei Hütten vorbei, während er hinter sich die Schreie der Dorfbewohner hörte. Er war nicht in der Lage zu weinen, nur zu laufen. Er wusste, dass keiner der Dorfbewohner das überleben würde. Plötzlich sah er am Dorfrand zwei Reiter, wie sie eine Frau zu Boden stießen und sie mit ihren Schwertern töteten. Salo versuchte, nicht nachzudenken, nur wegzulaufen. Er könnte jetzt auch nichts mehr ausrichten, schalt er sich immer wieder, während eine andere Stimme in ihm immer wieder sagte, dass er einfach nur ein jämmerlicher Feigling sei. Er versuchte, die zweite Stimme zu ignorieren, was ihm nicht ganz gelang. Dann, mit einem Mal, fiel Salo hin. Er wusste nicht wieso und fühlte auch keinen Schmerz, aber er konnte nicht mehr aufstehen. Er blickte über die Schulter zurück. Er war nun weit genug vom Dorf entfernt, um für den flüchtigen Betrachter nicht gesehen zu werden. Dann versuchte er es nochmal, doch es war vergeblich. Er konnte einfach nicht mehr, seine Beine waren am Ende. Er sah sich um und entdeckte, nicht weit entfernt von ihm, ein paar Bäume. Sie waren nicht gerade selten in diesem Teil der Ödnis, dennoch hatte er Glück. Er zog sich mit seinen Armen immer weiter voran. Nur nicht aufgeben, dachte Salo. Nur wenige Minuten später saß er unter dem Baum, an der vom Dorf abgewandten Seite. So konnten ihn die Reiter nicht mehr sehen. Dann fing Salo an zu weinen. Er dachte an die Dorfbewohner an Rina, seine Mutter und all die anderen. Er konnte und wollte die Tränen nicht mehr zurückhalten. So blieb er dort sitzen, bis ihm vor Ermüdung die Augen zufielen.

Kapitel 2 : Alleine

Als Salo aufwachte, saß er wieder unter dem Baum und er wusste, dass das alles kein Traum gewesen war. Er hatte von Rina geträumt und wie sie beide den Sonnenuntergang beobachteten. Doch das war nicht die Wirklichkeit. Salo musste augenblicklich wieder anfangen zu weinen. Er versuchte, stark zu sein und stand auf. Sofort kam der Schmerz und ließ ihn wieder zusammensinken. Er hatte fürchterlichen Muskelkater, dennoch konnte er unter Schmerzen aufstehen. Er ging langsam wieder Richtung Dorf zurück. Schon aus der Ferne sah er, dass die Hütten nun abgebrannt waren. Nicht eine stand noch, er sah nur noch die Reste des Zaunes, indem sich die Kühe und Schafe befunden hatten. Salo schaute zum Himmel, die Sonne ging langsam wieder unter. Er überlegte, ob er wohl länger als einen Tag geschlafen hatte, dann verwarf er jedoch sofort wieder den Gedanken. Das war jetzt nicht wichtig. Wichtig war das Dorf und die Menschen, die dort gelebt hatten. So ging er weiter, immer dem Dorf entgegen.

Bald erreichte er es. Er sah schon von weitem die Leichen, die auf dem Dorfplatz lagen. Er ging einfach weiter und versuchte, es nicht zu sehr an sich heranzulassen. Er musste jetzt stark sein und nach Überlebenden suchen. Er streifte durch das Dorf und sah sich jeden Toten an. Er sah jeden seiner Freunde, und er musste sich jedes Mal wieder zwingen, nicht loszuweinen. Als er Axon sah, wurde ihm übel. Die Ritter hatten ihn aufgeschnitten und Grausames mit ihm angestellt. Salo musste sich übergeben. Das einzige was ihm wenigstens ein wenig Trost verschaffte war, dass vor Axon ein toter Ritter lag. Dennoch konnte ihn das nicht darüber hinwegtrösten, dass jeder seiner Freunde tot war. Als er zu der Stelle kam, wo er mit angesehen hatte, wie die Ritter eine Frau umbrachten, brach er zusammen. Dort lag seine Mutter und neben ihr seine Schwester.

Salo dachte an die Tage, wo er nach Hause gekommen war und seine Mutter ihn immer mit Liebe umarmt und ihm was Leckeres gekocht hatte. Salo war am Boden zerstört und innerlich wie zerrissen. Doch er nahm sich bald wieder zusammen und trug alle Toten zusammen auf den Dorfplatz. Er musste stark sein, dachte er sich jedes Mal. Und wenn er einen Toten zum Dorfplatz zog, stellte er sich vor, wie er jeden einzelnen dieser Ritter erschlug. Die Rache war sein einziger Ausweg aus der Trauer, und er beschloss, an jedem dieser Ritter Rache zu nehmen.

Er legte die Toten alle auf einen Haufen. Er brauchte bis spät in die Nacht, bis er endlich fertig war. Er hatte sich mehrere Male übergeben müssen, und musste immer wieder anfangen zu weinen, bis er irgendwann keine Tränen mehr hatte. Dann nahm Salo zwei Steine und versuchte, ein Feuer zu machen, so wie es ihm seine Mutter gezeigt hatte. Nach vielen Versuchen schaffte er es endlich, ein bisschen Stroh zu entzünden, und damit brachte er den Haufen von Leichen zum Brennen. Es war ein riesiges Totenfeuer. Salo, setzte sich an den Zaun und schaute dem Feuer beim Brennen zu.

Dann dachte er an Rina. Sie hatte er zwischen den Leichen nicht entdecken können. Er war überglücklich deswegen. Doch wo war sie? War sie geflüchtet oder wurde sie von den Rittern entführt. Wenn sie noch in der Nähe war, würde sie das Feuer sehen und zu ihm kommen, dachte Salo bei sich.

Dann hörte er Stimmen…, es waren viele. Er schaute sich zu allen Seiten um und entdeckte in Richtung des Dorfeingangs Fackeln. Zuerst dachte Salo, sie wären zurück und er wusste nicht was er machen sollte. Doch dann erkannte er den unverwechselbaren Laut. Er hatte ihn schon einmal gehört…

(Marc)

 




Tot

Franzi war alleine zu Hause. Sie sollte auf ihre Schwester aufpassen.
Ihre Eltern wollten sich einen schönen Abend machen und in ein italienisches Restaurant gehen .
Am Tag zuvor hatten sie sich mal wieder gestritten. Nur wegen irgendwelcher Kleinigkeiten.
Franzis Schwester, Chantal, war acht Jahre alt, neun Jahre jünger als sie.
Es war Freitag, deswegen musste Chantal erst um neun Uhr Abends ins Bett.
Franzi las ihr noch eine Geschichte vor. Nun schlief sie. Es war halb zehn.
Franzi ging nach unten, legte sich aufs Sofa und sah fern. Sie war entspannt, fühlte sich wohl, ohne Eltern im Haus, die sich ständig stritten. Es lief „Two and a half men“. Diese Sendung liebte sie.
Schon eine Stunde lag Franzi nun auf dem Sofa, bis sie plötzlich aufhorchte, weil sie glaubte, sie hätte ein Geräusch gehört. Aber sie hatte sich wohl getäuscht.
Zehn Minuten später meinte sie wieder, etwas zu hören. Diesmal ging sie nach oben zu ihrer Schwester, um nachzusehen.
Aber es war alles so, wie immer. Chantal schlief.
Doch plötzlich knallte es unten im Haus fürchterlich. Franzi zuckte vor Schreck zusammen. Ihre Schwester regte sich nicht. Zum Glück. Langsam schlich Franzi nach unten, um nachzusehen. Sie war in der Stube. Alles unverändert. Alles am rechten Platz. Vorsichtig ging sie in die Küche, gleich nebenan. Sie sah, dass ein Topf auf dem Boden lag. Franzi fragte sich, wie er dort hingekommen sein könnte. Der Topf lag vorher in der Spüle. Unmöglich dass er einfach herausgefallen war.
Sie legte den Topf zurück, und ging zurück zum Sofa, um fernzusehen. Es klopfte an der Tür. Wer kam so spät noch zu Besuch? Es war schon spät. Halb zwölf.
Sie ging zur Tür, weil ihr einfiel, dass es ihre Eltern sein könnten. Als sie die Tür öffnete, war niemand dort. Sie wunderte sich und rief, ob jemand da sei. Niemand meldete sich. Franzi wurde nun langsam ängstlich. Sie schloss die Tür hinter sich ab und ging zurück zum Sofa. Diesmal kratze es an der Tür. Voller Angst lief sie schnell nach oben zu ihrer Schwester. Chantal war nicht mehr da!
Franzi schrie durch das ganze Haus nach ihr, fing an zu weinen und wusste nicht, was sie machen sollte. Sie versuchte ihre Eltern anzurufen, um zu erzählen, dass sich merkwürdige Dinge im Haus abspielten. Niemand ging an das Handy. Sie versuchte es nun bei der Polizei. Die wollten ihre Geschichte nicht glauben, sagten aber dann doch, dass sie mal kurz vorbeikämen. Bevor die Polizei eintraf, bemerkte Franzi, dass das Fenster offen stand. Sie schaute hinunter. Schrie: Da lag ihre Schwester. Franzi lief nach draußen.
Als die Polizei kam, sagte Franzi mit Tränen erstickter Stimme: Chantal ist tot. Sie ist tot. Mit einem Blick nach oben sah man das offene Fenster ihres Zimmers.
Ob sie freiwillig hinunter gesprungen war? War sie schlafgewandelt?
Franzi kannte die Antwort nicht.
Die Polizisten fragten, wo Ihre Eltern seien. Sie sagte dass sie in einem italienischen Restaurant essen wollten. Sie kamen nicht zurück, gingen nicht an das Handy.
Den Rest der Nacht sollte Franzi deshalb bei ihrer Oma bleiben, die 30 Minuten vom Haus entfernt wohnte.
Am frühen Mittag meldete sich die Polizei bei der Oma. Ihre Eltern waren in einen Autounfall verwickelt und ums Leben gekommen. Ihnen konnte nicht mehr geholfen werden. Sie waren sofort tot.
Franzi konnte nicht fassen, dass sie nun ganz alleine da stand. An einem Abend waren alle gestorben.
Franzi war psychisch am Ende. Sie musste eine Therapie beginnen.
Der Tod ihrer Schwester konnte nie aufgeklärt werden. Klar war nur, dass sie aus dem Fenster fiel.
(Anna)



Freiheit

 

Voller Leichtigkeit ging ich den staubigen Weg entlang. Er war mir vertraut, wie ein alter Freund.
Ich lauschte und hörte das leise Rascheln der Blätter, weit entfernt einen Specht.
Mich durchstieß ein leichtes Kribbeln. Ich freute mich sehr, wieder hier zu sein, denn ich vermisste diesen Ort sehr.
Ich atmete die Luft ein. Sie roch irgendwie nach Verbranntem, nach Trockenheit, nach Natur, wie immer.
Ich spürte etwas Weiches unter den Füßen, ging ein paar Schritte und setzte mich auf goldgelbes Gras.
Den kleinen Karton von zu Hause legte ich vor mich. Als ich reinlugte, starrten mich schwarze Kulleraugen an. Ich überlegte nochmal kurz und öffnete den Karton schließlich ganz.
Sie war kaum zu sehen, ein Schatten. Dennoch nahm ich sie in meine Hände und schaute in ihr schwarzes verwirrtes Gesicht. Als sie bemerkte, dass sie draußen war, entspannte sie sich.
Ich sagte ihr Lebewohl und warf sie hoch in die Lüfte.
Da breitete sie ihre Flügel aus und flog das erste Mal davon.
(Natalia)

 


Was braucht der Mensch?

Was braucht der Mensch zum Leben wirklich und was brauch er nur aus Habgier?

Der Mensch brauch Nahrung und ein Dach über dem Kopf, um ein sicheres Leben führen zu können, das ist klar. Und das Geld? Nahezu jeder möchte gerne so viel Geld, wie nur eben möglich besitzen: Aber brauch man viel Geld für ein glückliches Leben? Bräuchte man nicht nur genug Geld, um für Verpflegung und Heim zu sorgen? Ist Geld wirklich so wichtig auf dieser Welt geworden, dass die meisten Menschen nur noch das kommerzielle Ziel im Leben vor Augen haben?

Es gibt Leute, die für Geld alles tun, auch die unmenschlichsten Sachen. Aber woran liegt das? Kann Geld Menschen in alle Richtungen verändern und bei der richtigen Menge zu Dingen antreiben, vor denen uns eigentlich ein gesunder Verstand schützen sollte? Oder ist der Mensch selbst die Ursache, mit seinem egoistischen Verhalten, das in der Geschichte der Menschheit oft zu Krieg, sinnlosen Hinrichtungen, Versklavung und/ oder ähnlichen Vorfällen führte, nur weil er in eigenem Interesse und gegen einen logischen und gesunden Menschenverstand gehandelt hat? Ist der Mensch sich selbst ein Feind? Wird die Menschheit sich eines Tages selbst vernichten? Die Möglichkeiten wären da, mit den Unmengen an Atomwaffen, die so eigentlich keinen wirklichen Nutzen haben, sondern nur aus Angst vor der eventuellen Gefahr „gebraucht“ werden.
Was brauch man nun also wirklich?
(Guido)



Das, was du brauchst
Ist das was du brauchst auch das was du willst?
Täglich überschattet das Wollen das Nötigste.
Umschwärmt werden wir von Dingen,
die uns dazu verleiten, das Schöne nicht mehr sehen zu können.
Doch wie kann man sich aus diesen Tiefen und Leeren rausziehen?
Das Natürliche, der leichteste Weg, er ist schon vorgegeben.
Er muss nur von uns gepflegt werden.
Unkraut, Müll oder auch Geld verunreinigen ihn auch nur.
Ist es unsere Aufgabe diesen Weg einzuschlagen?
Denn das, was du brauchst, kann auch das sein, was du willst
nur wenn du es willst….
(Whitney)


Was brauchst du?

Was braucht ein Mensch im Leben, um glücklich zu sein? Geld, Häuser oder Autos? Ich denke, Geld allein macht nicht glücklich. Ein Mensch der reich ist, kann in seinem Herzen trotzdem Traurigkeit spüren. Und auch ein Mensch, der noch so viele Freunde hat, kann sich einsam fühlen. Etwas, was im Leben jeder braucht, sind die Personen, ohne die ein Leben sinnlos wäre. Ohne die ein Leben kaum vorstellbar wäre. Jeder braucht diese Menschen, bei denen man sich wohlfühlt, die einen trösten, zum Lachen bringen, mit denen man Spaß haben kann, die einfach immer für einen da sind.

So ging es auch Paul und Hans. Eines Tages kam Hans mit einer schlechten Note zu Paul. Hans war sehr traurig und traute sich nicht nach Hause, weil er befürchtete, Ärger zu bekommen. Als er bei Paul war, fühlte er sich wohl und vergaß seine Traurigkeit, er konnte sogar wieder lachen. Er traute sich auch wieder nach Hause zu gehen, weil Paul ihm Mut zu gesprochen hatte. Hans war froh, einen Freund wie Paul zu haben, einen Menschen, dem man vertrauen kann, bei dem man sich geborgen fühlt.
(Lara)


Russische Demokratie
Die Demokratie in Russland oder: Wie bleibe ich ewig an der Macht und lasse es demokratisch aussehen?
Zuerst muss man Staatschef gewesen sein und dann zurücktreten und Ministerpräsident werden.
Dann, wenn der neue Staatschef gewählt wird, schickt man einen korrupten Kandidaten ins Rennen und fälscht die Wahlergebnisse.
Wenn die Presse einschreitet, räumt man sie einfach aus dem Weg. So wie bei Alexander Litwinienko und Anna Politkowskaja. Und wer sich immer noch wehrt, der kommt dann in den Bau nach Sibirien, wie Michail Chodorkowskie. Und damit der ewigen Amtszeit auch nichts mehr im Wege steht, wird die Opposition gleich mit weggesperrt. Gaaaaanz einfach. Denn geht die Bevölkerung protestieren, gibt’s was auf die Nieren. Und die Presse bekommt´s gleich auf die Fresse. Der EU ist das zum größten Teil auch egal, denn die wollen ja nur Gas, Kohle, Erdöl und Stahl. So entsteht langsam, und den meisten Leuten unbewusst, ein super duper Zarenstaat.
(L.A.)


Die Welt ist nicht genug

Hier werde ich meine Meinung und mein Denken über das Dasein und Verhalten der Menschen wiedergeben.

Der Mensch versucht, immer mehr zu besitzen, um seinen Hunger nach Ansehen und Macht zu stärken. Dies geschieht, seitdem der Mensch denken kann. Dies ist es, was uns am Leben hält, aber auch, was uns von Katastrophe zu Katastrophe führt.
Der Mensch denkt nur an sich und nicht an andere. Er kriegt nie genug und zerstört so alles andere um sich herum.
Der Mensch wartet ab, bevor er handelt und schiebt die Probleme vor sich her. Er schiebt diesen Berg voller Lasten und Probleme vor sich her und kann ihn niemals klein kriegen.
Der Mensch zerstört sich und andere durch sein Verhalten und guckt zu, bis es geschieht.
Der Mensch schafft nicht, er schafft ab.
Er zerstört Leben, ohne nachzudenken, ohne Gewissen nur zu seinem eigenen Vorteil.
Ich sage nicht, dass ich besser bin, als die anderen sieben Milliarden Menschen auf der Welt, denn ich tue auch nichts, schaue auch nur zu und begehe die gleichen Fehler.
Aber dies finde ich ja gerade so faszinierend und abstoßend zugleich
(Till)

Weltherrschaft ein alter Traum
Stimmt es, dass es Menschen gibt, die nach Macht streben, ohne Rücksicht auf andere?
Man muss sich doch nur die Geschichte unserer Welt anschauen. Gibt es dort nicht viele Beispiele für Machtgelüste und die Vorstellung von Weltherrschaft? In vielen Hollywoodfilmen ist es das Ziel einzelner Menschen, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Dieser Wunsch ist nicht allzu neu.
Auch in unserem Alltag, in den Nachrichten hört man von Menschen, die nach viel Macht streben und dabei andere ausnutzen. Ist ja auch bestimmt ein tolles Gefühl, wenn man etwas sagt und es kurz darauf umgesetzt wird.
So könnte man die Welt verändern, ob zum Guten oder Schlechtem, jedenfalls so, wie es einem gefällt.
(Saso-chan)



Die Freude des Lebens
Du brauchst einen Freund, der dir zuhört.
Deine Familie, die jederzeit hinter dir steht.
Eine Auszeit für eine kleine Pause, um dich selbst freizulassen.

Das Geld ist nicht alles, was du brauchst, sondern die Menschen, die du liebst.

Sie bringen dir Glück und Freude. Sie bringen dich zum Lachen und zum Lächeln.
Die Freude des Lebens stirbt nie.
Es ist besser, das Leben zu genießen, als sich das Leben schwer zu machen.
Freue dich auf jeden Morgen, an dem du die Augen aufmachst und den warmen Sonnenstrahl, den Wind und die Geräusche fühlen und hören kannst.
Der Tag kann nur schön sein, wenn du erst zu dir selbst „Guten Morgen“ sagst.
(suphachit)



Meine Katze
Meine Katze schläft gerne auf einem weißen Kissen vor meiner Heizung. Dort verbringt sie fast den ganzen Tag. Bis sie ihr Essen bekommt, dann ist sie auf einmal hellwach. Ihre
Lieblingsbeschäftigung ist es, schon Stunden vorher mit Betteln anzufangen. Dabei klingt sie, als wäre sie gerade am Verhungern und hätte seit Wochen nichts zu fressen bekommen. Wenn man selber isst, darf man ihr nie in die Augen schauen. Sie werden dabei ganz groß und sie versucht, möglichst niedlich auszusehen. Wenn das nicht reicht, beginnt sie, sich auf den Boden zu rollen und allen um die Beine zu laufen, damit man sie ja bemerkt. Man kann ihr dann kaum noch widerstehen und meistens bekommt sie tatsächlich etwas ab. Satt legt sie sich anschließend mitten auf mein Bett, sodass ich abends selber nicht genügend Platz für meine Beine habe. Während ich noch lese, fängt sie dann ganz leise an zu schnarchen. Dieses Schnarchen wird so laut. Niemals würde man dieser kleinen Katze zutrauen, solche lauten Geräusche von sich zu geben. Manchmal läuft sie mitten in der Nacht durch alle Zimmer und fängt kläglich zu miauen an. Ignoriert man sie, hört sie nach ein paar Minuten wieder auf, wenn nicht, gibt sie erst Ruhe, wenn man sie lange genug gestreichelt hat. Zum Glück passiert das nur manchmal. Abgesehen vom Schlafen und Essen, spielt sie auch gerne. Am liebsten spielt sie mit Bällen, denen sie hinterherlaufen kann. Aber man sollte nicht glauben, dass sie diese auch zurückbringt,denn das hat sie in all den Jahren noch nie gemacht. Eine andere Sache, die sie gerne tut, ist es, sich auf Tische zu legen und alles runterzuwerfen, je lauter es dabei knallt und scheppert, desto besser. Auch liebt sie es, Strohhalme aus Gläsern zu klauen. Dass das Glas dabei meistens umkippt und der Inhalt ausläuft ist ihr dabei natürlich völlig egal. Besonders bequem findet sie viel zu enge Körbe und Kisten, in die sie
sich dann hineinquetscht, wobei ich mich jedes Mal frage, wie sie da überhaupt hineinpassen kann.
Das ist meine etwas verrückte Katze. Mit ihr hat man zwar immer viel Arbeit, aber es wird auch nie langweilig.
(A.D.)



Du

Wenn Du bei mir bist, geht es mir unbeschreiblich gut.

Du bist die Stimme in meinem Kopf.
Du hilfst mir, mit meinen Ängsten zu leben, lässt mich schweben.
In deinen Armen zu liegen, ist mir vertrauter, als mein eigener Herzschlag,
Du bist ein Lied, ein Traum, die Erfüllung all meiner Gebete.
Sie sagen mir, dass kein Mensch perfekt ist – Aber, Du bist perfekt
Du inspirierst mich, dieses Gedicht zu verfassen.
Ich weiß nicht, wie ich so lange ohne Dich leben konnte.
Du bist der Beste für mich
Deshalb, Baby, liebe ich Dich.
(gülsah)