Sehnsucht

Ich schließe die Augen und greife danach

Strecke die Hände und will es ertasten
Will es berühren und erforschen.
Ich öffne die Lider und alles ist schwarz
Im Nichts kann ich es sehen
Weit entfernt und verführerisch
Im Licht des Dunkel.
Es wagt ein Lächeln
Gehässig und karg
Will mich entführen und
Nicht mehr freigeben.
Ich nähere mich und es erscheint
In rotem Licht des Nichts
Ich kann es riechen und
Will danach greifen.
Will es schmecken und an mich drücken.
Ich will es besitzen
Beherrschen und
Anblicken und das Lachen
Auf meinen Lippen wachsen sehen
Wenn ich es ergreife.
Doch verblasst es und verschwindet
Gänzlich und was bleibt
Ist der Duft der Versuchung.
Ich wühle in der Erinnerung
Will sie zwingen
Zur Wahrheit zu werden
Und weine nostalgisch
Im Dunkel.

 

(Tamar Masury)