Interview mit der Geschäftsführerin vom Bremer Literaturkontor: Angelika Sinn

Nadia de Vries, Fabian Othmerding und Vanessa Guinan-Bank von workshop literatur e.V. führten am 9.2. 2010 in der Villa Ichon ein Interview mit der Geschäftsführerin vom Bremer Literaturkontor Angelika Sinn.

FotoVillaGartenFrau Sinn, könnten Sie zu Anfang kurz erklären, wofür das Bremer Literaturkontor steht?

Das Bremer Literaturkontor ist sowohl Anlauf- als auch Beratungsstelle für Bremer Autorinnen und Autoren sowie alle, die am literarischen Leben Bremens interessiert sind. Wir sind zuständig für die Literatur in Bremen und umzu und haben es uns zur Aufgabe gemacht, Bremer Autorinnen und Autoren zu beraten, zu fördern und demnach auch Projekte für sie zu initiieren und Lesungen zu veranstalten.  Das Bremer Literaturkontor arbeitet also mit der Basis.

 

Was genau meinen Sie damit, dass Sie mit der Basis arbeiten?

Wir arbeiten selten mit Autorinnen und Autoren, dieaußerhalb von Bremen leben. Das Literaturkontor ist also ganz speziell für dieBremer Literaturszene zuständig und kooperiert dementsprechend sehr eng mit denBremer Schriftstellerinnen und Schriftstellern. Zudem geht es uns darum,angehende Autoren zu fördern.

Und warum unterstützt das Literaturkontor gerade Nachwuchsschriftsteller?

Wir haben einen unserer Schwerpunkte darauf gesetzt,Nachwuchsautoren  zu fördern, da wir esfür wichtig erachten, dass junge Autoren auch in Bremen bleiben. Viele jungeMenschen verlassen die Stadt nach dem Studium, und uns liegt daran, ihnen inBremen das nötige Know-how zu geben. Wir hoffen, auch in Bremen ein Klimaschaffen zu können, das Nachwuchsschriftsteller motiviert, hier zu arbeiten,wie sie es auch in anderen Städten wie Berlin oder Hamburg könnten. Ichpersönlich finde es außerdem wichtig, junge Autoren oder diejenigen, die eswerden wollen, zu fördern, um die Bremer Literaturszene lebendig zu halten.

Durch die Bremer Romanwerkstatt bieten Sie Nachwuchsautoren die Möglichkeit, an einem literarischen Werk zu arbeiten und bauen zudem Kontakt zur Literaturszene inBerlin auf. Wie ist die Romanwerkstatt inhaltlich aufgebaut?

Es sieht so aus, dass in diesem Jahr drei Werkstatt-Wochenendenmit dem Berliner Schriftsteller Michael Wildenhain stattfinden werden, währendderer er mit Bremer Schriftstellern an ihren literarischen Werken arbeitet,d.h. es wird in der Gruppe gearbeitet, wobei der Schwerpunkt auf das Lektoratgesetzt ist. Nach diesen drei Treffen wird es dann eine öffentliche Abschlusslesung mit den beteiligten Autoren geben. Das umschreibt in etwa deninhaltlichen Aufbau der Romanwerkstatt.

Auf welche Weise kann man Teilnehmer der Romanwerkstatt werden?

Man konnte sich bis zum 31. Januar 2010 bewerben. Von denBewerbern werden nun vier bis sechs Teilnehmer ausgesucht. Diese werdenein Stipendium erhalten und dadurch die Möglichkeit bekommen, umsonst an derRomanwerkstatt teilzunehmen. Das Stipendium beinhaltet quasi die Teilnahme ander Romanwerkstatt.

Wir vomworkshop literatur e.V. bieten in unseren Workshops Schülern und Schülerinnendie Chance, Texte zu verfassen. Wie können nun Jugendliche, die schriftstellerisch tätig sind oder dies vorhaben, mit dem Literaturkontor inKontakt treten?

Interessierte Schüler können sich mit mir in Verbindung setzen.Wir haben beispielsweise unsere Reihe „Vorsaison – Junge Bremer Autoren lesen“gerade neu konzipiert. Dabei geht es darum, dass junge Nachwuchsautoren bis 25Jahre ihre Texte in einer Lesung im Café Ambiente präsentieren. Zuvor nehmensie an einem Workshop mit der Bremer Autorin Janine Lancker teil. Hier arbeitensie in der Gruppe an den Texten, die vorgetragen werden sollen. Das könnensowohl lyrische als auch Prosatexte sein. Zudem lernen sie, sich vor Publikummit ihren Texten zu präsentieren.

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Kontakt

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