Yadé Kara – Autorenporträt

yade kara.do„Selam Berlin“ zu Deutsch „Willkommen Berlin“ heißt der 2003 im Diogenes Verlag erschienene und mit demDeutschen Bücherpreis ausgezeichnete Debütroman der 1965 in der Osttürkei geborenenYadéKara. Er wird als temporeiches Drehbuch in einer Stadt, „welche permanent im Umbruch ist“ charakterisiert- und genau diese Beschreibung passt auchauf die Autorin, welche für die hochgelobte Wendegeschichte rund um den 19-jährigen Deutsch-Türken Hasan verantwortlich ist. So zog die dreisprachig aufgewachsene Kara mit fünf Jahren nach Berlin, wo sie auch ihr Abitur machte, und studierte anschließend Anglistik, englische Literatur und Germanistik. Zudem war sie einige Zeit am Berliner Schiller-Theater tätig bevor sie unter anderem in London, Istanbul und Hongkong als Schauspielerin, Lehrerin, Managerin und noch dazuals Journalistin arbeitete.Die Idee zu „Selam Berlin“ kam der Autorin nach eigenen Aussagen auf einem Hügel über Hongkong und nachdem sie das erste Kapitel bereits im Zugverfasste, schrieb sie die weiteren „wie im Rausch“ fertig. Ziemlich schnell, wenn man bedenkt, wie nach dem Mauerfall viele Stimmen nach einer literarischen Verarbeitung der Wiedervereinigung Deutschlands laut wurden und diese erstmals im Jahre 1995 erhört wurden. Und 2008 schon folgte Karas Nachfolgeroman „Café Cyprus“ der wie sein Vorgänger ebenfalls reich mit Lob beschenkt wurde: „Yadé Kara hat einen packenden Roman geschrieben, der bis heute verdrängte historische Erinnerungen artikuliert, Traditionen des Großstadtromans aufnimmt und mit einer Liebesgeschichte verbindet. Diese gewagte Verbindung ist überzeugend gelungen.“(Kirsten Prinz)

 

Ihre Überzeugungskraft verdeutlicht Kara auch in Prosatexten wie „Die Rote Ecke“ auf ihrer Internetseite .

 

(Nadia de Vries)