Interview mit der Festivalleiterin von „poetry on the road“: Regina Dyck

Jamilah, damals Schülerin am Kippenberg-Gymnasium und Mitarbeiterin bei workshop literatur e.V. interviewte die Festivalleiterin Regina Dyck im Juni 2008.

portrait_ regina_ dyck.jpgDas Poesiefestival poetry on the road gab es in diesem Jahr nun schon zum 9. Mal? Waren Sie von Anfang an dabei?

Ja, ich bin die Mitinitiatorin von poetry on the road und leite das Festival von Beginn an.

Was genau sind Ihre Aufgaben bei „Poetry on the road“?
Meine Aufgaben als Festivalleiterin sind: Auswahl der Autoren (inAbsprache mit Radio Bremen), Einladung, Kommunikation und Korrespondenz mit denAutoren, Konzept und Programmentwicklung, Organisation des Festivals,Sponsoring (sehr aufwendig und arbeitsintensiv), Logistik, Büroleitung,Betreuung der Praktikantinnen, die mich in der letzten Phase des Festivalsunterstützen, Bewerbung des Festivals, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,Redaktion der Publikationen (Booklet und Programmbuch), Kommunikation nachinnen (Hochschule Bremen) und nach außen, Kontakt zu allen beteiligten Kooperationspartnern, Abrechnung, Auswertung für die Sponsoren und viele mehr.

Wow, das ist ja eine ganze Menge! Wie sind Sie auf die Ideegekommen, so ein Festival ins Leben zu rufen? Gibt es Vorbilder dafür?

Das Rektorat der Hochschule Bremen ist 1999 an mich herangetretenund bat mich, Literaturveranstaltungen für die internationalen Studenten derHochschule Bremen zu organisieren; wir haben damals sehr schnell die Idee entwickelt,ein internationales Literaturfestival in Bremen zu etablieren, gerade für dieinternationalen Studenten. Vorbild war das poetry-international-Festivalin Rotterdam.

Nach welchen Kriterien werden die Autoren eingeladen?

Ein internationales Festival bedeutet: Autoren aus aller Weltsollen vertreten sein: Dabei ist es wichtig, dass sehr renommierte und inDeutschland sehr bekannte Autoren nach Bremen kommen – aber auch Newcomer, diein Deutschland noch nicht so bekannt sind, eingeladen werden und ein Forumbekommen: Poeten, Performen, Sprachkünstler, Wortakrobaten, Autoren, die mitund ohne Musik auftreten; Autoren, die in den Grenzbereichen zu anderenKunst-Gattungen arbeiten; poetry setzt immer auf die Mischung von traditionellerund experimentieller Dichtkunst.

Gibt es Begegnungen oder Ereignisse, die sich Ihnen imZusammenhang mit poetry on the roadbesonders eingeprägt haben?

Jeder Autor hat seine eigene Geschichte: Wichtig sind mirBegegnungen, die nachhaltig sind, d.h. es freut mich immer besonders, wenn sichaus poetry on the road etwas entwickeln kann, das dann – vielleicht nach Jahren – wieder nach Bremenzurückkommt; wie z.B. bei Serge van Duijnhoven und seiner Band „Dichtersdansen niet“.

Eine Veranstaltung von poetryon the road findet jedes Jahr auch im Kippenberg-Gymnasium statt, außerdemkooperieren Sie mit unserem Projekt „Literatur baut Brücken“. Glauben Sie, dasssich Jugendliche für Lyrik begeistern?

Die Veranstaltungen im Kippenberg-Gymnasium haben mittlerweileTradition, sie fanden in diesem Jahr zum achten Mal statt. Anfänglichbefürchteten viele Lehrer mangelnde Konzentration und mangelndes Interesse aufSeiten der Schüler; von Anfang an waren die Lesungen im Kippenberg-Gymnasiumein großer Erfolg und die Schüler waren begeistert. Aus diesen Veranstaltungen hat sich das Projekt „Literatur bautBrücken“ ja dann entwickelt … Sicher ist der Aspekt der persönlichen Begegnungmit den Autoren hier ein sehr wichtiger.

Abschließend: Welches Fazit können Sie aus Ihrer langjährigenArbeit für poetry on the road ziehen?

… to be continued!

Vielen Dank, Frau Dyck, für dieses Gespräch!