Thomas Melle: Interview

Identifizierst du dich mit einer Person im Buch?

Ich versuche, für jeden Charakter eine Emphathie zu finden und diese als Hauptinstrument zu benutzen. Natürlich muss ich mich beim Schreiben auch manchmal in die verschiedenen Personen hineinversetzen. Am nächsten ist mir persönlich der Charakter aus „Dinosaurier in Ägypten“….

Welchen Anreiz hattest du, das Buch zu schreiben und was inspirierte dich?

In diesem Buch hatte ich viele verschiedene Anreize, es sind ja auch viele verschiedene Geschichten. Zeitungen waren hier genauso wie Nachrichten oder bestimmte Szenen meine Inspirationsquellen und Anreize für das Buch. Außerdem ist es so, dass einem erst beim Schreiben noch gute Ideen kommen, und man dann nochmal alles umschreibt oder andere Aspekte reinbringt.

Hättest du diesen Förderpreis erwartet?

Ganz ehrlich? Nein, ich war zuerst überrascht, habe mich aber auch total gefreut!!! Dieser Preis ist eine tolle finanzielle Unterstützung und öffnet mir aber vor allem neue Türen für meine weiteren Bücher.

Wann hast du mit dem Schreiben angefangen und wo schreibst du am liebsten?

Ich schreibe schon sehr lange, wann genau ich angefangen habe, kann ich gar nicht sagen, aber das liegt schon lange zurück. Ich liebe es, zu Hause zu schreiben. Am häufigsten mitten in der Nacht. Dann ist es schön ruhig und kein Telefonklingeln stört mich.

Deine Geschichten sind ja sehr unterschiedlich geschrieben. Warum?

Ich habe mit und in dem Buch versucht, verschiedene Aspekte zu bearbeiten und auch meine eigenen Grenzen auszuprobieren. Dieses ist mein erstes Buch! Hier habe ich viele verschiedene Schreibstile verwendet, auch um herauszufinden, welcher am bestern zu mir passt und um meine Richtung zu finden.

Du sagtest ja Amerika hat dich inspiriert, inwieweit ?

Ja allerdings. Amerika hat mich sehr geprägt. Dort habe ich mich sehr mit der Literatur auseinandergesetzt und einen sogenannten kreativen Schub bekommen. Zum Beispiel hat mich die Literatur von William T. Woulman sehr beeindruckt und auch geprägt.

Hast du als Schriftsteller internationale Ziele?

Nun ja, es wäre natürlich schön, auch international bekannt zu sein, wer möchte dies nicht. Ich habe ja früher auch schon auf Englisch geschrieben, aber ich werde mal abwarten was kommt. Mal sehen!

 

Dieses Gespräch führten Ina Möller und Jamilah Issifouam 25.01.08 im Wallsaal der Zentralbibliothek Bremen.

Transkribiert von Jamilah Issifou und Ina Möller

 

 

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