Ergebnisse aus den Workshops mit Que Du Luu am 16.11.2007

Sturm der Gedanken

Weit und breit war kein Mensch zu sehen. Selbst die Tiere hatten sich in ihre Höhlen und Nester zurückgezogen. Ich war auf mich allein gestellt, mal wieder.
Ich kniete kauernd im heißen Sand, der mir um die Ohren flog und fragte mich, wie lange solche Stürme für gewöhnlich dauerten.
Mit den Händen umklammerte ich das Seil und hoffte, dass mein Sohn sich noch immer am anderen Ende festhielt. Ich wusste, er war genauso verzweifelt wie ich. Das einzige was zählte, war, nicht los- zulassen. Ich wiederholte mir diese Aussage in Gedanken immer wieder, als Motivation und Ansporn. Ich musste eine Lösung finden, irgendwo wartete der Weg in die Freiheit auf uns.
Der Sand peitschte gegen die freien Hautstellen und es schmerzte von Sekunde zu Sekunde mehr, als würde der Wind nie nachlassen, damit ich ewig Zeit hätte, über meine Fehler nachzudenken.
Ich hatte meine Sonnenbrille auf und musste die Augen so nicht schließen. Doch es war zwecklos, es gab nichts zu sehen.
Denn nicht einmal der stärkste Vogel käme gegen diesen Sturm an. Und selbst wenn es noch Leben gegeben hätte, wäre es unsichtbar für mich gewesen, da der Himmel schwarz war. Von einer Sekunde auf die andere war es dunkel geworden, als der Sturm begann. Als hätte jemand das Licht ausgeschaltet. Als hätte jemand all die Liebe in mir gelöscht.

Lara Groscurth

 

Winternacht

Im Schutze der Dunkelheit strich er durch die Wälder. Kein Licht war zu sehen, kaum ein Geräusch zu hören. Einsam und lautlos ging er durch die Nacht. Ab und zu war ein Blätterrascheln und das Hauchen des Windes zu hören. Der Wald lichtete sich, die Tannen standen nur noch vereinzelt. Endlich sah er sein Ziel: Ein kleines Häuschen, das einsam und verlassen stand und aus dem der Schein von Kerzen drang.
Er lauschte und hörte Stimmen, Kinderstimmen. Im Schatten des Lichtes, welches aus dem Haus drang, wartete er lange.
Endlich ging die Tür auf und ein Kind, ein kleiner Junge erschien. Blitzschnell und mit einem Satz hatte er sich auf das wimmernde und schreiende Kind geworfen. Er zerfleischte es und der Schnee verfärbte sich rot. Menschen erschienen an der Tür, doch bevor sie begriffen was geschah, rannte er in den Wald und zu dem Hügel, den er nach dem Töten immer aufsuchte. Er sah den Vollmond und schickte ihm ein grausiges Jaulen, das die Nachtluft erzittern ließ. Doch niemand hörte es. In der Dunkelheit waren nur der Mond und er, der grausamste aller Wölfe.

(Myriam Salome Apke)

 

 

Thema: Waldbrand u.Vogel,Sand,Höhle,Seil,Licht


Es war ein heißer Sommer. Die Temperaturen brachten das Thermometer, selbst wenn sich dieses im Schatten befand, zum Kochen.
Michael kam aus der Schule und schaltete den Fernseher an, doch egal auf welchen Sender er wechselte, überall dasselbe einprägende Bild.
Sie berichteten auf allen Frequenzen über einen Waldbrand, der
in der Nacht im Schwarzwald ausgebrochen war.
Den Nachrichten zufolge, soll ein Blitz in die Krone einer hohen Eiche eingeschlagen sein und die Eiche auf diese Weise entzündet haben.
Die Eiche brannte nieder und entzündete weitere Bäume. Zwischenzeitlich sollen wohl bis zu 75% des Schwarzwaldes gebrannt haben.
200 Menschen sind als freiwillige Helfer sofort zur Brandstelle gekommen und auch Michael überlegte, was er nun tun könnte.
Er dachte nach, ging zur freiwilligen Feuerwehr seines Dorfes und bot seine Hilfe an.
Kaum nach dem Hilfsangebot saß er auch schon im Feuerwehrwagen Richtung Schwarzwald.
Bis spät in den Abend bekämpften sie alle zusammen das Feuer und gewannen letztendlich diesen Kampf.
Völlig erschöpft stieg Michael wieder in den Feuerwehrwagen und fuhr nach Hause.

(Mario)

In einer dunklen Sommernacht flog eine Eule in einen dichten sandigen Wald. Sie schaute sich einige Zeit lang um und bemerkte schließlich, dass sich am Ende des Waldes ein Hügel befand. Die Eule flog zum Hügel. Dort angekommen, entdeckte sie, dass im Hügel eine dunkle Höhle war. Sie flog hinein.
Verwundert versuchte sie den Boden zu mustern. Ihr fiel auf, dass der Boden voll von Seilen war. Sie setzte ab und machte Halt auf den Seilen.
Nach kurzer Zeit sah sie, dass ein Loch zwischen den gespannten Seilen war, was nur durch einen Zusammenbruch erzeugt werden konnte.
Sie flog durch das Loch und machte große und laute Flügelschläge. Irgendwann bemerkte ein Bär, der durch das Seilloch der Höhle gestolpert war, die Flügelschläge der Eule und probierte sie zu orten. So vergingen ein paar Minuten bis schließlich die Eule mit einem Seil im Schnabel zum Bär geflogen war und diesen anhand des Seils bis zum Loch der Höhle zurückgeführt hatte.
Ganz langsam sah der Bär wieder etwas Helles, ein strahlendes Licht. Die Eule nahm noch ein Seil und warf dieses dem Bär zu, woran sich dieser hochzog und endlich wieder frei war.

(Mario Cordes)

 

Langsam tastete ich mich an dem Seil durch die Dunkelheit der Höhle. Das einzige Geräusch war das Knirschen des Sandes unter meinen Füßen. Stundenlang, so kam es mir vor, setzte ich so meinen Weg fort, bis sich unter das Geräusch meines Atems ein anderes mischte: Das leise, klägliche Fiepen eines Vogels. Ich ließ das Seil los und folgte dem Geräusch, bis ich in dem schummrigen Dämmerlicht einen kleinen Haufen vibrierender Federn wahrnahm. Vorsichtig bettete ich ihn in meine Hände und machte mich auf den Weg zum Ausgang. Als ich schließlich meine Hände öffnete, gab er ein leises Zwitschern von sich und flog in den Himmel, zurück ins Licht.

(Denise Sablinski)

An einem kalten Frühlingsnachmittag versteckten wir uns vor einem großen Bären in der Höhle. Es war dunkel und wir konnten nichts sehen. Wir hörten nur das Zwitschern eines Vogels. Plötzlich hörten wir, wie der Bär die Höhle betrat, und einige von uns fingen an zu schreien. Der Bär kam uns immer näher, doch dann gelang es jemandem von uns, ihn mit einer Schaufel bewusstlos zu schlagen. Anschließend fesselten wir ihn mit einem Seil und machten uns vom Acker. Durch den sandigen Boden konnten wir ganz schlecht laufen und brauchten einige Zeit, um dem Licht, das uns den Ausgang aus der Höhle wies, zu folgen.

(Jaradat)

Ich bin wieder im Urlaub, dort wo ich jedes Jahr bin. Doch diesmal fällt mir etwas auf. Alle Vögel fliegen in eine Höhle. Zumindest glaube ich das von weitem. Ich gehe näher dorthin, doch langsam, da ich auf dem Sand nicht sehr schnell laufen kann.
Als ich da bin, bemerke ich, dass es nur eine Vogelscheuche ist, aber eine seltsame, eine, der jemand ein langes Seil um den Bauch gebunden hatte.

(Rokssana Heso)

Endlich entdeckte ich nach langer Zeit die Höhle. Ich konnte sie vom Berg aus erkennen, musste mich allerdings zuerst die steile Wand mit dem Seil nach unten befördern, bevor ich die Höhle erreichen konnte. Vor dem Eingang dieser Höhle war tiefer Sand, immer wieder versanken meine Füße darin. Einige bunte Vögel kamen mir aus dem Eingang der Höhle entgegengeflogen. Ich war so gespannt, was mich hinter dem dunklen Eingang erwartete. Ich nahm meine Taschenlampe und ließ das Licht die Höhle von innen beleuchten …

(Maren Hoberg)

 

Über meinem Kopf konnte ich eine Möwe fliegen sehen. Sie war so frei, konnte überall hinfliegen, ganz anders als ich ..
Ich blickte ihr nach, in den blauen endlosen Himmel. Die Sonne blendete mich, doch dort hinten, im Schatten, konnte ich einen ca. 50 meter hohen Felssprung erkennen. Darunter konnte man ein kleines Loch im Felsen sehen, es sah aus, wie der Eingang zu einer Höhle. Auf geheimnisvolle Art zog der Felsen mich an. Plötzlich kam mir ein Gedanke, der mich frei wie ein Vogel werden ließ. Ich wollte die Klippe hinauf klettern und von oben herunter in das offene Meer springen und dabei den kalten Wind in meinem Gesicht spüren. Also nahm ich das Seil, welches auf einmal da war und band damit meinen Rucksack fester um mich. Der Fels war warm von der Sonne, doch hatte viele scharfe Kanten Als ich schon ca. 30 Meter in die Höhe geklettert war, schaute ich nach unten. Plötzlich drehte sich alles vor meinen Augen, mir wurde schwindelig. Ich verlor das Gleichgewicht und hörte auf, mich festzuhalten. Ich stürzte. Im Fall dachte ich, dass ich gleich auf den harten Stein am Boden klatschen würde.
In dem Moment öffnete ich die Augen, blinzelte und sah mein Klassenzimmer und das mich blendende Tageslicht durch das Fenster.

(Aylin Lüning)

Als ich dreizehn Jahre alt war, hatte ich sehr viele Träume im Schlaf, doch ein Traum ist immer noch in meinem Kopf. Der Traum war wie folgt: Es war Sommer und ich war ganz alleine auf einer einsamen Insel. Ich schlief in einer Höhle, in die man nur mit einem Seil hinaufkommt. Es war wunderschön, als ich von meinem Schlafplatz hinunter auf den Strand schaute und den weißen Sand sah. Jeden Morgen wurde ich von weichen, warmen Sonnenstrahlen, die meine Höhle in ein warmes orangefarbiges Licht einhüllten und von dem lieblichen Gezwitscher der Vögel geweckt.

(Konstantin Katsanos)

Die Insel ist wunderschön. Der lange Strand mit dem weißen Sand, die Höhlen, die ich mit meinem Seil und der Taschenlampe erkundet habe und diese himmlische Ruhe. Weit abseits der Zivilisation habe ich hier Zeit, ungewöhnliche Vögel anzuschauen und zu studieren. Zuhause habe ich dafür keine Zeit und ich kann dort auch nicht diesen außergewöhnlichen Sonnenuntergang erleben. Ich genieße ihn besonders, wenn ich in einer Höhle bei Kerzenlicht sitze und ihn mir von dort aus anschauen kann.

(Tatjana Selking)

Um von meinem stressigen Arbeitstag etwas Ruhe und Abstand zu bekommen, beschloss ich, an einen ruhigen und entspannenden Ort zu fahren. Als Arzt auf Langeoog hab ich nicht allzuviel Freizeit und kann selten entspannen. Von daher genieße ich diese Momente meist in vollen Zügen. Als ich an dem schönen Strand, welcher aus hellem, feinen Sand besteht, lang lief, fand ich nach einer gewissen Zeit einen Vogel am Wasser. Er konnte sich gar nicht bewegen, so als wenn er mit einem Seil gefesselt wurde. Ich beschloss ihm zu helfen und nahm ihn mit in meine Praxis, um ihn zu verarzten. Es war ein alter Vogel, welcher wahrscheinlich einen Schlaganfall hatte, genau weiß ich es nicht, ich bin ja kein Tierarzt. Damit er wieder gesund werden konnte, hab ich ihm eine Art Höhle gebaut, in der es kuschelig und warm war. Nach einiger Zeit ging es ihm immer besser und ich beschloss ihn wieder frei zu lassen. Genau nach einer Woche ließ ich ihn frei in die Natur, nachdem das Sonnenlicht aufgegangen war.

(Carmen Klein)

 

Thema: Waldbrand

Wieder einmal saßen mein Bruder und ich in unserer kleinen Wohnküche. Wie jedes Mal lief nebenbei der Fernseher, in dem gerade die Nachrichten gesendet wurden. Ich schaute gelangweilt aus dem Fenster, auf den kleinen Feldweg, gleich hinter unserem Haus.
„Auswandern, nach Australien gehen und Feuerwehrmann werden“, murmelte mein Bruder Sascha vor sich hin und riss mich somit aus meinen Gedanken über das alljährliche Pilzesammeln, das in unserem Dorf seit Jahren stattfindet.
Sascha sah gebannt auf den Bildschirm. Der Bericht handelte von einem riesigen Waldbrand in Australien. Ein kräftiger Feuerwehrmann erzählte etwas von Brandstiftung und eine weinende Frau redete von Rettung. Ich konnte mich nicht auf das konzentrieren, was ich sah. Ich wusste, dass mein Bruder immer durchsetzt, was er sich vornimmt, und die Vorstellung, unsere gemeinsamen Nachmittage in der Wohnküche würden enden, gefiel mir nicht, auch wenn alles noch in ferner Zukunft liegen würde, denn wer wandert schon mit 8 Jahren aus?
(Johanna Bergemann)

Schon wieder ein Waldbrand. Und diesmal noch schlimmer als sonst. Viele Tiere haben ihren Lebensraum verloren und ein junges Mädchen fast ihr Leben. Ein Mädchen ging alleine durch den Wald. Vorher war sie mit einem Jungen gegangen, der sie dann aber stehen ließ. Deswegen ging sie alleine traurig spazieren. Plötzlich bemerkte sie ein Feuer. Sie hatte Angst und wusste nicht, was sie machen sollte. Sie fand den Weg aus dem Wald heraus nicht und war umzingelt vom Feuer.
Kurz danach kam die Feuerwehr, löschte das Feuer um sie herum und rettete das Mädchen.
Das, was von dem Wald übrig blieb, war nur noch Asche.

(Rokssana Heso)

Es war ein schwüler Sommertag, als ich einen Bericht über einen Waldbrand in Spanien im Fernsehen sah. Mir kam der Gedanke, wie es wohl wäre, als Feuerwehrmann neben so einem großen Feuer zu stehen. Was geht dort in einem vor? Ich versuchte mir die Gedanken eines Feuerwehrmannes auszumalen, aber leider war ich eine Frau. Ich konnte nicht denken, wie ein Mann. Obwohl das Einzige, was so ein Feuerwehrmann wohl dachte war:
Mann, ist das warm hier, jetzt ein schönes, kühles Bier, das wär´s.
Aber sind einem die armen Tiere in dem Wald denn wirklich egal? Ich plante einen Brief an die spanische Feuerwehr zu schreiben, doch mir fiel auf, dass ich kein Spanisch konnte. Also verwarf ich diesen Gedanken schnell wieder…
Fortsetzung würde bei Zeit folgen…:D

(Nina Puls)

Es ist eine Katastrophe! Ich habe noch nie so eine Verwüstung gesehen. Überall sehe ich Feuer und Rauch. Die Bäume werden zu Asche, nur weil ein Mensch zu faul war, auf seine Zigarette zu treten. Jetzt müssen andere darunter leiden; sie haben fürchterliche Schmerzen. Sie warten hilflos auf Ärzte, die sie behandeln können. Es erinnert mich an einen Vulkanausbruch, der die Luft rötlich färbt. Wie schön wäre es, wenn diese Katastrophe nicht passiert wäre.

(Ridvan)

Letzte Woche brach ein riesiges Feuer in den Wäldern Australiens aus. Das Feuer konnte immer noch nicht gelöscht werden. Die Feuerwehr gibt ihr Bestes. Auch Helicopter kommen zum Einsatz. Viele Leute müssen ihre Wohnungen verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen und auch viele Tiere sind in Gefahr. Den Brand hatte aus Versehen ein Mann ausgelöst, der Briefe von seiner ehemaligen Frau im Wald mit einem Feuerzeug verbrennen wollte. Nachdem der Mann die Briefe angezündet hatte, war er nach kurzer Zeit gegangen, ohne noch mal nach den immer noch glimmenden Briefen zu schauen.
Das Feuer wird nach Einschätzungen der Feuerwehr in ca. ein bis zwei Tagen komplett gelöscht worden sein.
(Salma Yousaf)
Heut Nachmittag war es draußen wieder einmal so heiß, dass ich beschloss zu Hause zu bleiben und etwas zu entspannen. Nachmittags sah ich mir die Nachrichten auf N24 an und da traf es mich wie ein Schlag. Schon wieder ein Waldbrand. Die armen Menschen und Tiere, die sich dort in der Nähe aufhalten. Ich sitze hier und rege mich über die „Hitze“ auf und bin total erschöpft und was sollen die Menschen dort erst sagen? Ein Waldbrand kann sich in Rekordzeit ausbreiten. Viele Bäume verbrennen, Tiere und Menschen müssen flüchten. Die Feuerwehr muss mal wieder in Rekordzeit arbeiten und sich um die Menschen dort kümmern, welche schnell in Panik ausbrechen. Da durch den großen Brand ebenfalls viel Rauch entsteht, müssen die Feuerwehrmänner Atemschutzmasken tragen und möglichst schnell versuchen, das Feuer zu löschen. Oft dauert es Tage oder auch Wochen.
Ich bin froh in einer Stadt zu wohnen und von so einem Waldbrand weit entfernt zu sein, jedoch ist ein Waldbrand ein schreckliches Ereignis und die Leute sollten mehr Acht darauf geben, Waldbrände zu verhindern.

(Carmen Klein)

ICH SCHALTE DEN FERNSEHER EIN UND SCHAUE WIE FAST JEDEN TAG DIE NACHRICHTEN. ICH SEHE EINE LIVE- ÜBERTRAGUNG, DIE MIR ZEIGT, DASS ES SCHON WIEDER EINEN WALDBRAND GEGEBEN HAT.
DAS FEUER BREITETE SICH AUS UND ZERSTÖRTE WEITE TEILE DER STADT. ES GAB VIELE SCHWERVERLETZTE UND GOTT SEI DANK KANN MAN SAGEN, NUR WENIGE TOTE.
MAN VERSUCHTE MIT ALLEN MITTELN DAS FEUER ZU BEKÄMPFEN. DIE FUERWEHR UND AUCH DAS ROTE KREUZ SIND SEIT STUNDEN DABEI, DEN VERLETZTEN ZU HELFEN UND AUS DEN FLAMMEN ZU BEFREIEN: SCHLUSSENDLICH MUSS MAN SAGEN, DAS ICH FROH BIN, SOWAS NUR IM FERNSEHEN SEHEN ZU MÜSSEN UND SO ETWAS NICHT MITERLEBEN MUSS.

(Quisem)

Griechenland färbt sich rot. Im Fernsehen laufen ständig die Bilder des Waldbrandes. Es werden Menschen und Tiere gezeigt, die vor der Hitze fliehen, Flugzeuge, die versuchen das Feuer unter Kontrolle zu kriegen. Viele Menschen, Pflanzen und Tiere werden sterben oder ihr Zuhause verlieren. Ich fühle mich, als könne ich den Geruch von dem verbrannten Holz durch den Fernseher hindurch riechen. Und im Fernsehen ist immer noch dieses Rot zu sehen.

(Tatjana Selking)